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Es schreibt: Svenja Hofert, www.karriereundentwicklung.de

Gehaltsverhandlungen sind Adrenalinkicks – holen Sie sich einen!

Gehaltsverhandlungen sind ein Adrenalinerlebnis, in das sich meiner Erfahrung vor allem  nach Männer gerne stürzen. Wenn die Gehaltsverhandlung allerdings nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt, ziehen sich die Angestellten laut einer aktuellen Umfrage der Jobbörse Karriere.at beleidigt zurück. Doch eine Rachefeldzug wird das nicht: Nur 4% holen zum Gegenschlag aus und sagen dem Chef, was sie von ihm halten. „Wenn meine Gehaltsverhandlung nicht den gewünschten Erfolg bringt …“

  • …kündige ich sofort: 2,2 Prozent
  • …sehe ich mich nach einem neuen Job um: 67,5 Prozent
  • …gebe ich nicht auf und arbeite noch härter: 26,3 Prozent
  • …erfährt der Chef, was ich von ihm halte: 4,0 Prozent

Also besser Ball flach halten und nach besseren Jobs schauen – das machen 67,7%. Dabei wäre das vielleicht oft gar nicht nötig. Denn mehr als die Hälfte (57 Prozent) der von Karriere.at befragten 137 Unternehmen gaben an, höhere Gehälter zu genehmigen, wenn der Arbeitnehmer gut vorbereitet in die Verhandlung kommt. Vielleicht hatten einige der Befragten, die gleich das Register „Kündigung“ zogen, nicht ihre Hausaufgaben gemacht? Sehr oft geht das Verhandeln leichter als gedacht: Oft kommen  Kunden überrascht von ihren Honorar- oder Gehaltsverhandlungen zurück – gerade die Bescheidenden, für die es ungewöhnlich ist, nach Geld zu fragen. „Das war ja ganz einfach“, so die häufige Rückmeldung. Wenn es dann allerdings zu einfach war…?  Wer eine Forderung sofort akzeptiert, wäre auch mit mehr einverstanden gewesen… Einer Weiterbildung? Einem Audi A4 zur privaten Nutzung? Vieles ist in Gehaltsverhandlungen möglich, zum Beispiel auch flexiblere Arbeitszeiten, Reduktion der Wochenarbeitszeit oder zwei Home Office Tage. Nein sagen kann der Chef immer noch. Und da muss man doch nicht gleich kündigen. Kurz zurückziehen, noch mal versuchen, ist besser.

1. September 2010   Keine Kommentare - Aktuelles - Permalink
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Einzelkämpfer oder Teamplayer? Testen Sie es!

In 99 Prozent aller Stellenanzeigen wird besonderer Wert auf Teamfähigkeit gelegt. Sie ist die Eintrittskarte in Unternehmen, Projektarbeit, Netzwerke. Doch viele Menschen arbeiten gerne ohne Gruppenzwang — oder sind schlicht genervt von den oft katastrophalen Teamstrukturen, notorischen Drückebergern und angeberischen Luftblasenproduzenten. Darum geht es in unserem Buch “Ich hasse Teams. Wie Sie die Woche mit Kollegen überleben”.

Noch ist das Buch bei Amazon nur vorbestellbar, doch spätestens Mittwoch kommt des handliche Taschenbuch in den Handel. Schon jetzt können Sie auf unserer neuen Website testen, wie stark Ihr Einzelkämpfergen ausgeprägt ist. Messen Sie Ihre persönliche Teamhasser-Temperaturkurve. Viel Spaß!

Einen ausführlichen Bericht zum Thema finden Sie in der Karrierebibel von Jochen Mail.

29. August 2010   Keine Kommentare - Die liebe Teamarbeit - Permalink
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Hatten Sie auch gute Noten?

Oder etwa nicht? Und, sind Sie erfolgreich? Trotz schlechter oder mittelprächtiger Noten? Wie kann das sein?

Gerade habe ich, derzeit im Urlaub, einen Artikel in … war es Business Punk oder vielleicht doch die Wirtschaftswoche? …eigentlich egal… gelesen. Der Autor behauptet, gute Noten seien die Eintrittskarte für eine große Karriere. Er führt eine ärgerlich lausige und unausgewogene Beweisführung und zitiert eine Uralt-Studie. Und dann nennt er ausgerechnet Utz Classen als Beleg für den Top-Karrieristen. Classen mit 0,7-Abi und seinem ewigen Geltungsbedürfnis. Ist der wirklich ein Beispiel für Erfolg? Er ist ein Beispiel für frühe Zeigefreudigkeit.

Wie gesagt: Ich bin derzeit im Urlaub und verzichte darauf, mich in Studien einzulesen, weil ich heute noch etwas besseres vor habe. Das mache ich demnächst einmal.

An dieser Stelle möchte ich den geneigten Leser einfach einmal zu einer kleinen Übung auffordern: Schauen Sie sich Ihre ehemaligen Klassenkameraden an. Wer hat es zu was gebracht und wer nicht? Wer ist vielleicht sogar ganz groß herausgekommen? In meinem Umfeld jedenfalls ist es so: Karriere gemacht haben vor allem die, die nicht besonders gut waren in der Schule. Einer ist heute Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens, ein anderer ist Vertriebsdirektor in einem Konzern.  Ein Top-Musterschüler aus meinem Abi-Jahrgang dagegen hat die Uni erst gar nicht geschafft. Ich wette, solche Beispiele fallen Ihnen auch ein.

Es gibt natürlich auch Belege für beruflichen Erfolg von Musterschülern. Aber auch endlose Fälle von späterem Scheitern trotz guter Noten. Und umgekehrt: Es gibt endlose Beispiele für beruflichen Erfolg von ehemaligen Klassennieten (“Bulldozer” René Obermann zum Beispiel hat sein Studium nicht zuende gebracht). Und natürlich auch Beispiele für ein durchgängiges Scheitern. Was für mich nur heißt: Alles ist möglich. Egal mit welchen Noten.

20. August 2010   3 Kommentare - Karrieremachen - Permalink
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Slow Grow – Langsam wachsende Unternehmen gesucht

Der Geschäftsführer von Wala (Dr. Hauschka) wurde neulich in der WELT so zitiert: “Kosten und Umsatz sind uns egal.” Ein Querdenker – ich suche mehr davon. Und nicht nur unter den üblichen Verdächtigen, also anthroposophischen und “grünen” Unternehmen.

Der Hintergrund meiner Suche: Im Frühjahr 2011 erscheint mein Buch „Slow Grow“ bei Eichborn. Die These: Langsames oder auch mal gar kein Wachstum macht alle glücklich: Den Gründer, seine Mitarbeiter und auch die Kunden. Nun suche ich Unternehmen/Unternehmer, die diese These stützen und damit ein (weiteres) Beispiel für das Buch liefern. Dabei interessiert mich eine Denkweise jenseits vom Mainstream”

Ich freue mich auf  “sachdienliche” Hinweise auf solche “Slow-Wachstums”-Unternehmen von Lesern (gern direkt als Feedback in diesem Beitrag) und direkte Meldungen von Unternehmern (bitte Mail an hofert@karriereundentwicklung.de – Sie bekommen dann einen Fragebogen). Danke!

19. August 2010   1 Kommentar - Unternehmersein - Permalink
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Monster-Umfrage: Kinder im Büro? Nein danke!

Vor einigen Wochen kam ich morgens um 7 Uhr 30 in mein Büro. Da saß meine Mitarbeiterin mit ihrer kleinen Tochter. Friedlich nebeneinander vorm Computer. Das Kind las und war mit genauen Anweisungen gebrieft. Es beschäftigte sich problemlos mit sich selbst. Mich hat das nicht gestört.

Heute habe ich die Umfrage der Stellenbörse Monster gelesen, und deshalb erzähle ich das. Monster hat ermittelt, dass 56% der Arbeitnehmerinnen ihr Kind in Notfällen auf keinen Fall mitbringen können. Und das finde ich schade.Warum sollte es nicht möglich sein, sein Kind mit zum Arbeitsplatz zu bringen, wenn es anders nicht geht? Ich kenne diese Notfälle selbst zu gut. Da macht im Winter die Schule wegen Schnees dicht – was Sonntagsabend bekannt gegeben wird. Da gibt es Omas, die plötzlich krank werden und Betreuer, die überraschend ausfallen.

Und dann kommt das noch: Ferien sind immer länger als jeder Urlaubsanspruch. Damit sie die Ferien nutzen kann, kann meine Mitarbeiterin beispielsweise die „Zuviel-Urlaubstage“ nacharbeiten.

Ich finde: Es ist vieles möglich, vorausgesetzt Arbeitgeber und Arbeitnehmer verhalten sich entgegenkommend und denken ans Unternehmen, die Kunden und daran, dass die Arbeit erledigt werden muss. Denn es sind nicht nur die bösen Arbeitgeber:  Es gibt auch Frauen, die überziehen den „Kredit“ bei ihrem Arbeitgeber, weil sie bei jedem Wehwechen der Kleinen zuhause bleiben oder die Grenzen des guten Willens nicht erkennen. Eine Kundin, Unternehmerin, erzählte mir beispielsweise, dass ihre Mitarbeiterin die Kids fast regelmäßig anschleppte. Die waren weniger gut erzogen, hüpften brüllend durchs Büro und gossen Apfelsaft über den Tisch.

Dann besser Home Office. Eine prima Büro-Alternative für alle Tätigkeiten, die keinen Telefondienst erfordern.

12. August 2010   Keine Kommentare - Unternehmersein - Permalink

Jobsuche im Empfehlungszeitalter

Nach der Einführung in Theorie und Praxis der modernen Jobsuche nun ein paar Tipps für Bewerber:

  • Wer nach einer neuen Stelle sucht, sollte immer erst die Augen im eigenen Umfeld offen halten. Über Geschäftspartner, Kunden, Kollegen kommen Sie an interessantere Jobs als über Stellenbörsen.
  • Bringen Sie Kollegen auf die Idee, sich in der eigenen Firma umzuschauen und nach Möglichkeiten der Mitarbeit zu fragen!
  • Bewahren und pflegen Sie gute Kontakte, sei es aus dem Praktikum oder einem alten Job. Verlinken Sie sich in einem sozialen Netzwerk oder/und sammeln Sie Kontakte in einer Tabelle oder einem elektronischen Adressbuch.
  • Informieren Sie Ihr Netzwerk, wenn Sie auf Jobsuche sind: Persönlich am Telefon die engen Kontakte, über das Internet die weiter entfernten.
  • Kommunizieren Sie in Ihrem Netzwerk immer, was Sie können und wonach Sie suchen – am besten mündlich und schriftlich.
  • Die Zeit im Aufschwung ist immer gut für Initiativbewerbungen! Diese sollten so gestaltet sein, dass die Empfänger sofort ein Bild davon haben, was Sie können und wo Sie einsetzbar sind. Noch besser ist, wenn Sie sich „auf Empfehlung von“ bewerben können. Nutzen Sie auch die direkten Kontakte in sozialen Netzwerken als Brücke zu einem neuen Kontakt.

6. August 2010   2 Kommentare - Karrieremachen - Permalink
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Zahl der Stellen nimmt um 10% zu

Gute Nachrichten, zumindest für Westdeutschland, mehr unter: http://doku.iab.de/grauepap/2010/os1002.pdf.

5. August 2010   1 Kommentar - Aktuelles - Permalink
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Welchen Freund empfehlen Sie mir denn als Mitarbeiter?

Wer über eine Empfehlung zum neuen Job gelangt, liegt im Trend – so unser Fazit gestern. Ein Beispiel für die Mitarbeitersuche über soziale Netzwerke liefert Michael Silberberger, Geschäftsführer des Seminaranbieters Semigator AG in Wiesbaden. Anstatt in Stellenbörsen zu schalten, schickte er kürzlich eine Mail an seine Xing-Kontakte. In dieser warb er für offene Positionen im Vertrieb, unter anderem mit einer Beschreibung des guten Arbeitsumfelds. „Die Chance auf diesem Weg passende Kandidaten zu bekommen, ist deutlich höher als über eine normale Anzeige“, sagt Silberberger aus Erfahrung. Die Logik dahinter: Wer jemanden aus seinem Netzwerk empfiehlt, kennt diese Person meist und kann nicht nur Fachkenntnisse, sondern auch die Persönlichkeit einschätzen – und diese ist außerhalb der Spezialistenwelt nun mal oft das wichtigste Fundament. Zudem haben Angestellte, die sich als gute Mitarbeiter erwiesen haben, meist ebensolche Freunde und Bekannte – mein Erfahrungswissen aus der Beratung bestätigt diese These. Nicht zuletzt würden Freunde oft viel besser zusammenarbeiten als Fremde – auch im Team. Für Arbeitgeber ist diese Form der Jobsuche nicht nur die günstigste, sondern auch die erfolgreichste Variante.

Morgen geht´s weiter mit: Was das für die Jobsuche bedeutet

5. August 2010   Keine Kommentare - Karrieremachen - Permalink
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Jobs, die keiner haben will

Wenn Bewerber in den Stellenmärkten nach Jobs suchen, sind sie oft frustriert. Trotz einer wachsenden Zahl offener Stellen bleibt die Auswahl auch im Konjunkturaufschwung dürftig. Das liegt vor allem an der Art der Stellen: Am meisten gesucht werden Consultants mit oft 100% Reisebereitschaft, 2.500 solcher Stellen gibt es allein bei Monster.de. Viele Stellen sind befristet. Andere haben Anforderungen, die kaum jemand erfüllen kann. Traumjobs sind das selten. Und das hat seinen Grund: Die Stellen in den Jobbörsen sind meist Stellen, für die sich auf anderem Weg keiner gefunden hat. Anders ausgedrückt: Es sind Jobs mit kleinen oder größeren Makeln. Uneingeschränkte Reisebereitschaft ist so einer, zumindest für alle die einmal zwei Jahre in Hotels hinter sich haben – aber auch schlechte Bezahlung, Befristung oder schlechtes Arbeitsklima. Dass Zweitdrittel aller Stellen niemals ausgeschrieben werden, ist bereits seit Jahren, unter anderem durch eine Erhebung des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB), bekannt. Doch diese Zahl, so ist meine Beobachtung, nimmt stetig weiter zu. Zudem zeigten sich zwei Tendenzen: Neben den unbeliebten sind es mehr und mehr auch stark spezialisierte Jobs, die in Stellenmärkten landen. Generalistisch geprägte Stellen, die eindeutig die Mehrzahl des gesamten Stellenangebots darstellen, finden sich immer seltener in Form eines Inserats. Auch kleinere Unternehmen  suchen eher selten mit einer Anzeige. Stattdessen aktivieren Inhaber von Unternehmen und Personal suchende Manager statt den Headhunter immer öfter das eigene Netzwerk. Ein Beispiel dafür? Morgen mehr.

3. August 2010   3 Kommentare - Karrieremachen - Permalink
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Ist mir alles egal, Frau Hofert

Nein, es ist sicher kein Traumjob im Call Center zu arbeiten. Aber müssen die dort beschäftigten Mitarbeiter auch noch so schlecht ausgebildet werden? Letzte Woche rief ich zum geschätzten 111. Mal bei Vodafone an, weil Mitarbeiter dieses Unternehmens offensichtlich nicht in der Lage sind, Faxe zu lesen. In einem Drei-Minuten-Gespräch, nannte der Mitarbeiter mich 18 Mal “Frau Hofert”. Ich habe Strichliste geführt.

  • “Haben Sie das in einer Schulung gelernt?” fragte ich.
  • “Das tut doch nichts zur Sache, Frau Hofert!” erwiderte er.
  • “Ich fände Sie sympathischer, wenn Sie die Frau Hofert mal sein ließen”, sagte ich.
  • “Ich kann dieses Gespräch auch vorzeitig beenden”, giftete er.

Wir sind zu keinem Ergebnis gekommen. Wie immer in Gesprächen mit Vodafone. Eine Stunde nach dem Telefonat sandte mir Vodafone eine  SMS “Waren Sie mit unserem Kundenservice zufrieden?” Nein, wollte ich gern tippen, engagieren Sie unbedingt ein anderes Schulungsunternehmen für Ihre Call-Center-Mitarbeiter. Doch leider funktionierte der Link nicht. Ich gehe jetzt zu 02, glaube ich. Aber erst mal teste ich deren Kundenservice.

24. Juli 2010   Keine Kommentare - Aktuelles - Permalink
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