Kolumnen zu Karriere, Führung und Entwicklung

Ich bei Spiegel Online

By | 2007-03-12T12:51:56+00:00 12. März 2007|

Zufällig habe ich grad einen Beitrag und Video über mich bei Spiegel Online gefunden – ein Kunde hatte mich darüber "gecastet". Obwohl ich´s sehr nett finde, so prominent erwähnt zu werden, wurmen mich all die falschen Vorzeichen. Der Leser bekommt den Eindruck, es wäre alles echt gewesen – das war´s aber nicht.

Die wahre Geschichte: Ende letzten Jahres bekam ich einen Anruf, ob ich nicht Lust hätte, dass ein Team von der Henri Nannen Journalisten-Schule bei mir dreht. Natürlich habe ich ja gesagt. Einen Tag später war eine Studentin mit Filmteam bei mir, das war nebenbei gesagt, ein Donnerstag.

Wie ich dem Beitrag entnehme, bekam nicht nur ich Besuch: Auch der Fotograf Eduard Raab  und eine Stilberaterin hatten Glück – jedenfalls was die Erwähnung betrifft.

Raab kam schlecht weg, was ich irgendwie unfair finde, da ich ja weiß, wie das Ganze bei mir abgelaufen ist: Die Protagonistin war ca. 20 Minuten hier und keine zwei Stunden, es war kein echtes Training, ich habe nur für die Kamera geredet und bezahlt hat die Absolventin auch nicht (ebensowenig wie die Redakteure, die den Film gedreht haben). Die Rahmenbedingungen kannte ich ebenso wenig wie den Weg, den das Video nehmen würde.

Das Fazit finde ich deshalb nicht okay: Für eine werdende Eventmanagerin ist der von mir geschätzte Herr Raab einfach der falsche Fotograf. Raab macht cleane Fotos für Führungskräfte, das passt nicht überall und ist auch nicht jedermanns Geschmack. Hätte man sich ja mal vorher auf der Website ansehen können… In "echt" hätte die Protagonistin da mal drei Takte drüber nachgedacht und sich beraten lassen, bevor sie die 85 EUR investiert. Und dann kommt am Ende auch ein anderes Fazit bei raus.

Svenja Hofert

PS: Mein Fahrstuhl war übrigens nicht defekt – ich hatte bloß erzählt, dass ich einmal drin stecken geblieben war 😉

Ungefähr 35,4 Bücher geschrieben, einige Bestseller und Standardwerke, 5002 Kunden ist untertrieben, ein halbes Leben Coaching Beratung, Ausbildung nicht. Viele Menschen weitergebracht, Neues entwickelt. Analytisch, äußerst intuitiv, hohe Komplexitätsakzeptanz; bei aller Menschenliebe mit Blick fürs Unternehmerische, für Talente, Visionen, Strategien. Einige nennen mich visionär, querdenkerisch, andere pragmatisch und bodenständig. Am Ende gilt beides? Biografie | Unternehmen

Ein Kommentar

  1. martl 24. Mai 2007 at 16:14 - Antwort

    Sehr sehr spannender Bericht. Ich glaube es gibt heute kaum eine Geschichte, die in diesem Stil ist und von allen Beteiligten abgenickt werden würde, wenn sie vorher gefragt werden würden. Die Redakteure vertrauen wie so viele andere (auch in anderen Branchen) auf die Gutmütigkeit der Leute bzw. auf ihre Trägheit und darauf, dass es sich eh nicht lohnt, sich wegen sowas zu beschweren. Eigentlich ist es eine Sauerei!
    Lg
    Martl

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