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Posts von — August 2007

Der italienische Hausmann – aus: Papa ist die beste Mama

Seit einigen Tagen liegt mein Ratgeber für den Rollentausch "Papa ist die beste Mama" vor mir (er könnte auch vor Ihnen liegen, wenn Sie ihn jetzt über Amazon bestellen). Ein sehr persönliches Buch mit vielen Tipps für Männer und Frauen, die Beruf und Kind auf ein andere Weise verbinden möchten (und ein gutes Geschenk an Eltern, die sich das vorgenommen haben). Ab sofort veröffentliche ich in loser Folge Tipps oder Anekdoten aus dem Buch, die einen Internetbezug haben.

Den Beginn macht der italienische Hausmann, den ich als "Extremposition" im Netz gefunden, aber bisher noch nicht in der Realtität angetroffen habe.

aus "Papa ist die beste Mama", Kapitel "Wie Papas heute leben":

Von den italienischen Männern hätte ich das nun am allerwenigsten erwartet! Ausgerechnet in Sizilien hat sich eine Hausmanninitiative gegründet, die sogar eine deutsche Übersetzung ihrer Satzung im Internet anbietet:

„Der Hausmann ist ein potenzierter Mann, der sich auch oder nur den Hausarbeiten widmet: In beiden Fällen handelt es sich um eine wertgeladene Wahl. Das bedeutet, dass man in behauptender Weise einen epochalen Wandel mitgestaltet, eine Welt, in der sich auch der Mann der Wohnpflege annimmt und die gesamte Verantwortung dafür übernimmt, wenn die Frau beruflich tätig ist.“

Der italienische Hausmann ist auch Pazifist und …

„lehnt jedwede Kriegskultur ab. Er ersetzt den Krieg mittels Waffen durch die Waffe des Dialogs. Sein Ziel ist es nicht, die ganze Welt zu ändern, sondern die eigene Welt und die der Personen, die ihm nahe sind, zu verbessern.“

Ich finde das natürlich gut. Klar würde ich mit Kusshand einen engagierten Hausmann gegen (m)einen bockigen Teilzeitselbstständigen eintauschen, der mir ständig mit seinen Terminen ins Gehege kommt und Forderungen stellt wie „Freitagnachmittag musst du aber dann zu Hause bleiben.“ Es wäre einfach herrlich in eine aufgeräumte Wohnung zu kommen und die Pasta stünde dampfend auf dem Tisch. Und die Sache mit dem Pazifismus ist auch super: Ich war schon immer gegen Krieg und finde ein hausmanngesteuertes Programm zur Senkung des Aggressionspegels bei Männern natürlich richtig gut. Aber nun stellen Sie sich einmal vor, eine Frau oder Hausfrau würde solche Forderungen stellen, Eva Herman etwa (lebt sie noch?). Was hier in Bezug auf Männer äußerst modern, ja sogar – verzeihen Sie – ein wenig humorvoll rüberkommt, würde man bei einer Frau wohl eher als reaktionär bezeichnen. Wir schauen uns die Welt also mit zwei verschiedenen Brillen an, je nachdem welches Geschlecht wir ins Visier nehmen: Vollzeit-Hausmänner sind „cool“, Vollzeit-Hausfrauen „uncool“. (…)

Svenja Hofert

29. August 2007   Keine Kommentare - Neue Karriere - Permalink

Krankenversicherungspflicht

Als ich mein "Praxisbuch Existenzgründung" in der zweiten Auflage (erschienen 3/2007) im Spätsommer 2006 überarbeítete, war noch nicht ganz klar, was in Sachen Krankenversicherungspflicht auf Selbstständige zukommt.

Hier die Ergänzung:

Bisher gibt es in Deutschland ca. 200.000 nicht krankenversicherte Menschen, viele davon selbstständig. Mit der Gesundheitsreform sollen diese wieder in die Kassen zurückkehren. Spätestens 2009 müssen alle Nichtversicherte, die zuvor in einer gesetzlichen Krankenkasse Mitglied waren, wieder beitreten. Dabei soll es ermäßigte Sätze geben, für deren Berechnung allerdings das Familieneinkommen und andere Einkünfte herangezogen wird. Selbstständige, die nicht in der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV), sondern vor Ihrem Ausstieg privat versichert waren (Private Krankenkasse = PKV), müssen sich weiterhin nicht versichern. Dies ist natürlich nicht empfehlenswert. Auch wenn die Krankenversicherung für Selbstständige teilweise freiwillig bleibt, ist es für Existenzgründer eine MUSS-Versicherung auf die niemand verzichten darf.

Mehr Info bei akademie.de. Die Beiträge von Erwin Denzler sind immer empfehlenswert! Svenja Hofert

21. August 2007   Keine Kommentare - Neue Karriere - Permalink

Danke für die Blumen – und danke der Konjunktur!

In der letzten Zeit habe ich einige schöne Blumensträuße als Dankeschön erhalten. Weiße Rosen und Sonnenblumen! Weil es so schnell geklappt hat, mit dem neuen Job, oder weil ein Bewerber am Ende zwischen mehreren Alternativen die für ihn richtige auswählen konnte. Auch die Selbstständigen bekommen Ihre Aufträge sehr viel leichtet (bezahlt). Darüber freue ich mich riesig. Vielen, herzlichen Dank!

Ich weiß aber, dass mir da auch die Zeit ein Geschenk macht. 2003 wäre es auch bei bester Beratung nicht so leicht gewesen, sich erfolgreich zu verändern. Es dauerte wesentlich länger und gerade die nicht-so-gradlinigen-Lebensläufe hatten es schwer. Jetzt aber geht es. Ich sehe Menschen, die mit einem 75-Prozent-Profil eingestellt werden, wo früher 150 Prozent nötig waren. Inzwischen kann etwas fehlen: das Studium, die SAP-Kenntnisse, die Branchenerfahrung. Es geht trotzdem. Sogar Architekten, Designer, Journalisten haben es leichter, wenn auch noch lange nicht so leicht wie SAP-Berater, Projektmanager, Vertriebsleute. Gestern hat mich die Internet World Business gefragt, ob ich die neuen Karriereseiten redaktionell betreuen will. Der Stellenmarkt boomt, er braucht etwas Information drumherum. Jahrelang gab es gar keine Anzeigen im Online-Marketingbereich. Nun endlich….! Klar mache ich das.

Jetzt ist die Zeit für einen Wechsel in den Bereich, in den Sie schon immer wollten. Jetzt könnte es passieren, dass man Ihnen auch dann eine Chance gibt, wenn Sie bisher nicht genau in dem Job und in der Branche gearbeitet haben, in der Sie sich jetzt bewerben.

Svenja Hofert

21. August 2007   Keine Kommentare - Karrieretrends - Permalink