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Posts von — Juni 2008

Kündigungsgeneratoren, Yahoo und wie man richtig tschüss sagt

Wer auch immer Urheber des Kündigungsgenerators für Yahoo-Stellen war, diese witzige Site hat mich auf die Idee für das Thema "wie kündige ich eigentlich meinen Job?" gebracht. Denn in Wahrheit ist das KÜNDIGEN gar nicht so einfach, zumal nicht in kleinen Firmen oder Agenturen, wo jeder jeden kennt und Weggänger als Verräter sieht und entsprechend "belatschert". Tatsächlich höre ich immer wieder, dass Kündigungen quasi als Majestätsbeleidigung aufgefasst werden. Wir sind doch Marktführer, so toll, so klasse – was willst Du eigentlich – da denkt mancher "nur weg von euch Despoten" und sagt es möglicherweise auch. Das genau ist nicht notwendig (es reicht zu schreiben "hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis fristgerecht zum…"). Ja, mitunter ist es taktisch viel, viel klüger, ein Unternehmen, insbesondere ein kleines, schweigend oder diplomatisch-ausschweifend ("neue Herausforderung") zu verlassen. Eine Verpflichtung zur Nennung von Gründen besteht bei einer fristgerechten Kündigung auf Arbeitnehmerseite jedenfalls nicht. Auch eine moralische gibt es bei näherer Betrachtung nicht wirklich – wem sind Sie verpflichtet? Zudem: Herz ausschütten macht man vor der/dem Liebsten und besser nicht im Job. Denn: In manchen Branchen wird viel geredet, Datenschutz hin oder her. Und da kann es schnell sein, dass sich unternehmensübergreifend rumspricht, dass Sie die Stimmung einfach nicht aushalten oder Ihnen die cholerische Struktur der Führugnsspitze kräftig auf den Geist geht. Das ist das eine. Das andere ist, dass ein Abgang glanzvoller wird mit etwas Geheimnis. Deshalb wiederum ist der Yahoo-Generator kein Vorbild, denn besser ich sage nicht ob ich zu Google, Microsoft oder zur Heinz Kunz KG wechsel und melde mich gegebenfalls später aus dem Off.

21. Juni 2008   2 Kommentare - Karrieretrends - Permalink

Recruiting 3.0: Der Traumjob, er wartet noch (ganz ohne Daten)

Wozu immer und überall persönliche Daten eingeben? Das nervt mich schon lange. Und wie geht es erst den armen Jobsuchern – noch mehr Logins, noch mehr Daten! Zufällig bin ich bei Careerbuilder (von MSN, eigentlich ein Langweiler-Portal ;-) ) auf zwei webzweinullige Dinge gestoßen: 1.) Lebenslauf hochladen OHNE Daten eingeben zu müssen (jip) und 2.) Ein Video vom Careerbuilder-Chef, der dazu motiviert, dies zu tun: "Der Traumjob, er wartet noch. Aber nicht für immer. Den Lebenslauf hochladen. Hallo, worauf warten Sie denn noch. Hier fängt die Zukunft an." Naja, ein erster Schritt. Fragt sich eben nur, wer sich die Lebensläufe anschaut. Im Zweifel sind es bei den Daten-Portalen (derzeit) noch mehr Arbeitgeber und Recruiter. Aber Careerbuilder macht einen Anfang.

Svenja Hofert

16. Juni 2008   Keine Kommentare - Neue Karriere - Permalink

Xing – 95 Prozent aller Fotos schlecht – Gute Fotos, schlechte Fotos – Svenja Hofert

Unsere aktuelle Pressemeldung sollte auch im Blog nicht fehlen.

Hamburg. Die Hamburger Karriereberaterin Svenja Hofert hat mehr als 100 Profil-Fotos von potentiellen und zufällig ausgewählten Jobsuchern im Portal Xing.de begutachtet und 95 Prozent davon für schlecht befunden. Fotos seien meist zu privat, zu viel Körper, zu bunte Hintergründe oder wären einfach schlecht digitalisiert. „Wer sich im Internet mit einem schlechten Foto darstellt, schädigt sein Image und senkt die Chancen auf ein Jobangebot“, so Hofert. Die Autorin von „Jobsuche und Bewerben im Web 2.0“ (Eichborn-Verlag) empfiehlt, sich für einen bewussten Auftritt im Internet zu entscheiden. „Letztendlich ist die Präsenz bei Xing & Co. nichts anderes als eine latente Dauerbewerbung.“ Aber auch Xing-Mitglieder, die in ihrem aktuellen Job glücklich sind, sollten auf ihre Foto-Präsenz achten. „Wenn den Geschäftsführer aus der Xing-Mail eine Unternehmensberaterin mit Käppi und Neckholder-Shirt anlächelt, wird er deren Angebot sicher weniger ernst nehmen.“

Gute Fotos, schlechte Fotos – 7 Tipps von Svenja Hofert

  1. Gute Fotos zeigen Zähne: Diese sind auch im Miniaturformat noch einzeln sichtbar.
  2. Tapeten gehören ins Wohnzimmer, nicht zu Xing: Hintergründe sind neutral, ohne Muster und am besten hell.
  3. Dunkel zu hell: Am besten etwas Dunkles zum hellen Hintergrund anziehen, mit möglichst wenig Muster.
  4. Branchengerecht: Werber sehen nun mal anders aus als Banker und sollten das auch zeigen.
  5. Ganzkörper-Verbotszone: Ins Internet mit seinen Miniaturbildern gehören nur Porträts vom Gesicht.
  6. Privat gehört ins Fotoalbum: Xing ist ein Netzwerk für Businesskontakte. Wer etwas anderes will, geht zu liebe.de
  7. Erkennbar bleiben: Nasen- oder Fußporträts sind etwas für StudiVZ und andere Fun-Plattformen, haben aber im Business-Internet nichts zu suchen.

14. Juni 2008   3 Kommentare - Neue Karriere - Permalink