Posts von — Januar 2009
Traumberufe mit Sprachen – wenig Geld, aber viel Spaß
Eins ist klar: Reich wird man als Sprachgenie eher selten. Dafür glücklich. Etwa wenn man die Kombination aus Sprachgefühl und technischen Verständnis nutzt, um sich daraus den gefragten Beruf des technischen Redakteurs zu "mixen". Hier ist die Nachfrage groß und die Gehälter ordentlich. Sehr viel weniger rosig sind die Berufsaussichten etwa für Übersetzer und Lektoren. Und machen wir uns nichts vor: Wer gar von so schöngeistigen Berufstätigkeiten wie dem Literaturübersetzen träumt, erlangt zwar Ruhm, aber höchstwahrscheinlich nie einen auch nur halbwegs befriedigenden Kontostand. Was für Menschen in diesen Jobs oft am Anfang auch nicht wichtig ist – später leider schon.
Der Traumberuf hat so seine Macken – und das weiß auch Ulrike Beyler. Die Autorin hat mit "Traumberufe mit Fremdsprachen" einen umfassenden und detaillierten Ratgeber geschrieben, der zudem ansprechend zu lesen ist. Sie erlaubt Insiderblicke in die Jobprofile und zeigt , wie Menschen arbeiten. Das gefällt mir besonders gut. Dazu beschönigt sie nichts: Dozenten verdienen nun mal manchmal nur 15 Euro und Übersetzer müssen sich um die wenigen schlechtbezahlten Aufträge balgen. Selbstständigkeit muss ein Ziel und Perspektive sein, wenn man sich für Studiengänge wie Übersetzungswissenschaft interessiert und nicht im Anschluss im Sekretariat landen möchte. Leider sagt einem das an den Unis und Fachhochschulen keiner. Besser, weil perspektivreicher, ist da die Fachübersetzung, das Konferenzdolmetschen oder auch, zurück zum Anfang, die technische Redaktion. Beyler, selbst ein Drei-Job-Wunder (Juristin, Übersetzerin, Personalerin), stellt auch exotische Jobbilder vor etwa den Terminologen oder den Senior Proof Reader bei Unternehmensberatungen. Und sie sagt Studierenden ganz deutlich, dass sie sich als Übersetzungswissenschaftler, Philologen und Kulturwirte besser schon sehr früh profilieren und einen eigenen Schwerpunkt im Lebenslauf setzen. Leider tun das nur sehr wenige. Für die, sowie für alle die in diesem Umfeld einen Beruf finden wollen, ist das Buch ein wunderbarer Tipp: spannenden Lektüre, Aufklärung und fundierte Information zugleich.
Svenja Hofert
23. Januar 2009 Keine Kommentare - Neue Karriere - Permalink
Google Analytics
Hinweise zu Google Analytics
Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. (“Google”).
Google Analytics verwendet sog. “Cookies”, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen. Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten. Google wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten von Google in Verbindung bringen.
Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich nutzen können. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.
21. Januar 2009 Keine Kommentare - Neue Karriere - Permalink
Karriereberatung sponsered by Arbeitsagentur
Hilfe, Arbeitsagentur: Das schlechte Image sorgt dafür, dass sich viele Bewerber lieber externe Hilfe holen. Hintergrund ist, dass früher von der Führungskraft bis zum ungelernten Arbeiter häufig explosive Mischtruppen in Bewerbungstrainings entsendet wurden. Deren Dozenten stammten nicht selten aus dem sozialen Umfeld und frei von Wirtschaftserfahrung. Entsprechend schlecht die Ergebnisse der Trainings – jedenfalls für das Gros.
Inzwischen ist, und hier breche ich eine Lanze mindestens für die mir bekannten Arbeitsagenturen in Hamburg vieles besser geworden. Ganz klar ein Riesengewinn: Es ,müssen nicht mehr nur die Kurse assoziierter und zum erbarmungslosen Honorardumping gezwungenen so genannten Träger genehmigt werden. Der Arbeitslose kann sich seine Weiterbildung selbst aussuchen.
Spätestens seit 1.1.2009 besteht für die Vermittler auch die die Möglichkeit, eine externe Karriereberatung zu genehmigen – und zwar unabhängig von der Höhe des Honorars. Eine Chance haben vor allem Bewerber, die nicht zur klassischen Klientel der AAs gehören, z.B. Designer, Journalisten, Werber, Führungskräfte. Meiner Erfahrung nach werden 400 EUR problemlos genehmigt, eventuell mehr – dafür gibt es z.B. bei uns immerhin 2,5 bis 3,6 Beratungsstunden. Offensichtlich gehört die Genehmigung zum Maßnahmenpaket , mit dem die jetzt steigende Zahl der Arbeitslosen "im Zaum" gehalten werden soll.
Svenja Hofert
21. Januar 2009 2 Kommentare - Karrieretrends - Permalink











