Posts von — März 2010
Lass dein altes Leben hinter dir
Vor ein paar Tagen habe ich das passende Lied zur beruflichen Neuorientierung entdeckt: Revolverheld mit "Spinner". Eigentlich besingen die Hamburger Jungs alles, was man bei beruflichen Veränderungen beachten sollte. Erstens: Nur Spinner sind Gewinner. Sie müssen an Ihre Idee glauben und dabei Meinungen (…geht nicht, sinnlos, bist du verrückt, das alles aufzugeben?…) von anderen weitestgehend ignorieren. Das Etikett "Spinner" bekommt man dann automatisch. Dieses auszuhalten und zu tragen, ist die wahre Kunst. Zweitens: Es ist notwendig durch neue Türen zu gehen. Leider erlebe ich es oft, dass Menschen sich das nicht trauen (beispielsweise durch den ersten Punkt zurückgehalten). Die Risiko- überwiegt die Chancenbetrachtung. Die Folge: Man vermutet schöne Dinge hinter der Tür, aber durchgehen – zu riskant, lieber die Nummer sicher. Das heißt im Raum bleiben. Drittens: Die Komfortzone muss für eine Weile außer acht gelassen werden. Sie können nicht alles haben, normalerweise, und erst recht nicht sofort. Jede Veränderung kostet Kraft, Zeit und Geld: noch mal kleiner anfangen, befristete Arbeitsverträge und ziemlich viele Mühen auf sich nehmen. Trotzdem: Träume realisieren lohnt sich. Das geht raus an alle Spinner.
24. März 2010 Keine Kommentare - Berufsfindung & Potentiale - Permalink
Besser alle drei Jahre wechseln
Lange Betriebszugehörigkeiten werden immer seltener, aber es gibt sie noch. Doch auf ewig wird kein Arbeitsverhältnis mehr abgeschlossen. Und das ist auch gut so: Es bringt Arbeitnehmer in unserer schnelllebigen Gesellschaft oft nicht weiter, viele Jahre im gleichen Betrieb zu bleiben. Sie stellen sich auf die Gegebenheiten ein, gewöhnen sich an das Umfeld, passen sich an, fügen sich ein – und bewegen sich nicht mehr. Und ganz oft veralten, schleichend oder schnell, die Kenntnisse. Wenn dann parallel das Gehalt ins Marktunübliche gestiegen ist, macht das die dann oft plötzlich erzwungene Veränderung unmöglich, Wer stellt heute noch einen Marketingleiter ein, wenn dieser nicht weiß, was SEM und SEO sind? Solche Kenntnisse mag man noch aufholen können. Eine Kundin berichtete mir neulich, dass in einem Hamburger Betrieb noch Schreibmaschinen im Einsatz seien. Das lässt sich nicht mehr aufholen, jedenfalls nicht für die dort beschäftigten über 50jährigen Office-Mitarbeiter.
Wissensmäßig und oft auch in Sachen Persönlichkeitsbildung – vor allem Flexibilität – abgehängte Mitarbeiter müssen oft durch tiefe Täler gehen, bevor sie sich neu aufstellen und positionieren. Und das liegt keineswegs nur am Markt, sondern sehr oft auch an den Menschen selbst. Meiner Erfahrung nach sind Wechselwillige sehr oft sehr viel erfolgreicher als "Festhalter" – in der Wissensgellschaft vor allem dann, wenn sie von der intrinsischen Motivation gesteuert werden, sich und Ihr Wissen weiterzuentwickeln. Deshalb ist das Know-how oft aktuell und auch die Flexibilität ist höher. Wie wäre es also, wenn demnächst alle Arbeitnehmer alle drei Jahre mindestens die Abteilung wechseln müssten?
10. März 2010 2 Kommentare - Berufsfindung & Potentiale - Permalink


