Posts von — Mai 2010
Vom Drama, kein Talent zu haben
Was kann ich eigentlich wirklich gut? Nicht wenige beantworten diese Frage mit: Eigentlich nichts. Manche Tests unterstreichen diese Tatsache auf mitunter grausame Art und Weise. Neulich sah ich bei einer Kundin ein für sie erstmal ernüchterndes Ergebnis – alles Durchschnitt. Weder handwerkliches Talent, noch mathematisches, logisches, kreatives oder sprachliches Verständnis, das über das Normale hinaus geht. Hilfe!? Keine Sorge, kein besonderes Talent zu haben hat nämlich viele positive Seiten. Nur eine kleine Auswahl:
- Sie müssen sich nicht entscheiden, sondern können verschiedene Dinge machen.
- Sie können sich Ihren Beziehungen und Freunden widmen oder sinnvollem sozialen Engagement.
- Sie können viele Dinge halbwegs – ist doch besser, als eine Sache richtig gut zu können, oder? Echte Durchschlagskraft liegt in der Bündelung der einzelnen Kräfte.
- Die meisten Manager haben auch kein Talent, sonst würden Sie ja etwas anderes machen…
- Es gibt eine Reihe völlig talentfreier Menschen, die gerade mit ihrer Talentlosigkeit groß herausgekommen sind.
- Durchschnittliche Menschen sind sympathischer… wer will schon Überflieger neben sich oder um sich haben…?
Ach ja, und PS1: Tests zeigen immer nur Ausschnitte – man sollte ihre Ergebnisse niemals unkritisch betrachten. Und PS2: Auch wenn Sie kein ausgewiesenes Talent haben zu malen, zu schreiben, zu analysieren, musizieren etc… können Sie damit und mit anderen Dingen trotzdem viel Spaß haben.
29. Mai 2010 Keine Kommentare - Persönlichkeit & Potentiale - Permalink
Wenn der Job richtig krank macht
2009 stürzten sich 20 Angestellte der France Telecom aus Fenstern und von Brücken. Grund: Stress und die Arbeitsatmosphäre. Nun ist der chinesische Ipod-Hersteller Focomin die Schlagzeilen geraten. Gerade entschied der 10. Mitarbeiter, dass sein Dasein unter diesen Bedingungen nicht mehr erträglich sei. Grund: Wahrscheinlich ebenfalls Stress und die Arbeitsbedingungen. Zwar gilt in China ein Acht-Stundentag, jedoch soll in China vor allem in der Elektronikindustrie bei Unterschreitung von Mindestlöhnen normalerweise um die 80 Stunden die Woche gearbeitet werden.
Auch in Deutschland macht Arbeit sehr oft krank – und manch Selbstmord dürfte nicht nur mit der Trostlosigkeit des Lebens, sondern auch des Jobs zusammenhängen. Längst ist nachgewiesen, dass unbefriedigende Aufgaben, geringe Einflussmöglichkeiten und Mobbing psychischen Erkrankungen auslösen oder verstärken.
Doch was tun, wenn der Job krank macht? Wenn Sie in Ihrem Unternehmen mit einem so genannten EAP-Dienstleister zusammenarbeiten, kann dessen Notfall-Hotline eine erste Anlaufstelle sein. Begeben Sie sich dann zum Arzt Ihres Vertrauens. Wenn Sie so jemanden gar nicht haben, z.B. weil Sie immer gesund waren, hilft vielleicht das Medizinerbewertungsportal Jameda. Scheuen Sie sich nicht, sich krank schreiben zu lassen – und wenn es mehrere Wochen sind. Der Gang in eine Klinik kann oft die Rettung sein - es ist ja nur für eine überschaubare Zeit. Sie werden sich nebenbei wundern, wie viele Top-Manager Sie in den Gesprächsrunden dort treffen werden… Bleibt mir noch der Hinweis auf das Buch meiner lieben Kollegin Carola Kleinschmidt "Bevor der Job krank macht". Denn soweit wie bei Foxcomm muss es nicht kommen.
25. Mai 2010 Keine Kommentare - Karrieretrends - Permalink
Nettes kleines Tool: Der Abmahnblock
Gerade flog mir eine kleine Info ins Postfach, – und die war ausnahmsweise mal ganz witzig: Der Abmahnblock, vorgestellt in einem neuen Blog zweier "Karrierefreunde". Mit dem Abmahnblock können Sie Kollegen ohne überflüssige Kommunikation auf Ihr Fehlverhalten hinweisen. Hochstehende Toilettendeckel, laute Tastaturen, nerviges Rumgesinge: Abmahnblock nehmen, abmahnen, kleben, fertig… Das Ding lässt sich für 5,95 EUR bestellen.
Der Block aus dem Blog passt gut zu meinem im Herbst erscheinenen Buch "Ich hasse Teams. Wie Sie die Woche mit Kollegen überleben", einer Teamproduktion mit Thorsten Visbal.
Warum die beiden Karrierefreunde sich allerdings als solche betätigen, erschließt sich mir nicht. Anscheinend sind sie, glaubt man Xing, angestellte Kommunikationsdesigner. Vielleicht eine Idee, sich um die Ecke ins grafische Spiel zu bringen?
19. Mai 2010 Keine Kommentare - Karrieretrends - Permalink











