zur Startseite
Subscribe via RSSFeed abonnieren

Posts von — Juni 2010

Erfolgreich sein im Journalismus – Erfahrungsbericht von Marco Glas

Erfolgreich sein im Journalismus – das ist in Zeiten der Medienkrise nicht leicht. Doch mit den richtigen Konzepten und einer klaren Nische geht auch das. Marco Glas hat sich als Journalist mit seinem Unternehmen „paperdogs“ auf Artikel, Online-Texte und Pressearbeit rund um Hund und Tier spezialisiert. Als Marketinginstrument dient ihm seine Webseite, ein Blog und systematisches Empfehlungsmarketing.

Sein Erfahrungsbericht: „Um als freier Journalist, Texter und Online-Texter erfolgreich zu sein, brauchen Sie meiner Erfahrung nach ein klares Konzept, ein gutes Netzwerk und mehr Flexibilität denn je. Sich Hals über Kopf in die Arbeit zu stürzen, zeugt zwar von einer gesunden Arbeitseinstellung. Das gewünschte Ergebnis werden Sie in den meisten Fällen aber nur erzielen, wenn Sie in allen Bereichen Ihres unternehmerischen Handelns strukturiert vorgehen. Überlegen Sie sich genau, wie Sie sich als Freischaffender positionieren: Was sind Ihre Stärken? Gibt es eine Nische, die Sie besetzen können? Wie machen Sie Ihren Namen zu einer Marke, die sich verkauft? Das Gleiche gilt für die Akquise. Telefonieren Sie nicht in der Hoffnung, es wird schon jemand anbeißen, einfach drauflos und verzichten Sie auf Rundmails. Überlegen Sie sich stattdessen vorab ganz genau, wen Sie anrufen und legen Sie sich Argumente zurecht, die auch Sie überzeugen würden. Und ganz wichtig: Geben Sie nicht auf. Gerade im Gespräch werden Sie es immer wieder mit gestressten Redakteuren zu tun bekommen, die vor lauter Arbeit nicht wissen, wo ihnen der Kopf steht. Lassen Sie sich von der einen oder anderen Abfuhr nicht entmutigen, sondern versuchen Sie es in ein paar Wochen mit einem anderen Thema. Nur weil ein Redakteur Ihr Thema ablehnt, muss das nicht heißen, dass es schlecht ist. Manchmal passt ein Thema gerade einfach nicht ins Blatt. Versuchen Sie es bei einer anderen Redaktion und Sie werden feststellen, vieles hängt von den Vorlieben des verantwortlichen Redakteurs, seiner Tagesform und natürlich auch vom vorhandenen und häufig leider nicht mehr vorhandenen Budgets für “Freie” ab.

Da die Budgets für “Freie” in den letzten Jahren immer weiter geschrumpft sind, gehört ein gutes Netzwerk, über das Sie Aufträge generieren können, zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren eines Journalisten. Gut ist ein Netzwerk vor allem dann, wenn es aktiv ist und wenn jeder etwas einbringt. Seien Sie nicht nur auf Ihren eigenen Vorteil aus, sondern gestalten Sie den regelmäßigen Austausch so, dass möglichst alle Beteiligten davon profitieren. Gehen Sie auch mal in Vorleistung, ohne sich dabei ausnutzen zu lassen. Sie werden bald merken, dass man sich tatsächlich immer zweimal oder sogar mehrmals im Leben trifft. Unverzichtbar ist für Journalisten das weltweit größte Netzwerk, das Internet. Online-Netzwerke wie “Facebook” und “Xing” bieten Ihnen ein Forum zum Austausch. Sie finden Menschen und werden gefunden. Einige meiner Artikel sind aus Themenvorschlägen entstanden, die  über Xing an mich herangetragen wurden. Aber auch eine eigene Internetpräsenz bietet Ihnen viele Vorteile. Mit einer Website oder einem Blog schärfen Sie Ihr Profil. Arbeitsproben müssen nicht mehr mühevoll per E-Mail versandt werden und auch Ihre Referenzen sind mit einem Mausklick für potenzielle Kunden ersichtlich. Zudem schaffen Sie sich mit einem Internetauftritt eine kostengünstige Werbeplattform, über die Sie Kunden akquirieren können.

Fast am Wichtigsten erscheint mir heute aber eine Eigenschaft, die Sie als angehender Journalist unbedingt mitbringen sollten: Flexibilität. Versteifen Sie sich nicht auf ein Themengebiet, für das es keine Nachfrage gibt oder auf dem sich bereits Tausende von Journalisten tummeln. Nach Themen, die Ihnen Redaktionen vor einem Jahr noch aus der Hand gerissen haben, kann ein Jahr später schon wieder kein Hahn mehr krähen. Schaffen Sie sich deshalb möglichst ein überschaubares, aber ausgewogenes Portfolio an Themen und Tätigkeiten. Als gelernter Journalist sollten Sie mehr als Berichte und Reportagen schreiben können. Wenn die Redaktionen für Ihre Themen gerade partout nicht zu begeistern sind oder schlicht und einfach kein Budget dafür vorhanden ist, dann bieten Sie Ihre sprachlichen Fertigkeiten doch einer Online- oder Werbeagentur an. Viele Unternehmen veröffentlichen Kundenmagazine, Imagebroschüren und Geschäftsberichte. Nicht jedes Unternehmen kann sich eine eigene Marketing- und PR-Abteilung leisten und die meisten Studenten geben ihre Abschlussarbeit vor der Abgabe noch mal in die Hände eines Lektors. Also bleiben Sie flexibel – und die Arbeit wird Ihnen so schnell nicht ausgehen.“

Da ich täglich Anfragen von SEO-Leuten bekomme, hier ein vorbeugender Hinweis: Gastbeiträge in meinem Blog stammen ausschließlich von Personen, die ich persönlich kenne, die aus meiner Sicht etwas "richtig" machen und die ich selbst um einen Beitrag gebeten habe.

25. Juni 2010   Keine Kommentare - Slow-Grow-Prinzip - Permalink
Tags: ,

Jobsuche und Bewerbung der Zukunft – und was das für Sie bedeutet

Heute findet in der Handelskammer eine Jobmesse von Staufenbiel statt, auf der ich um 14 Uhr 30 zum Thema "Jobsuche und Bewerbung der Zukunft" spreche. Die Präsentation dazu können Sie sich hier herunterladen:

Jobsuche und Bewerbung der Zukunft: herunterladen

24. Juni 2010   Keine Kommentare - Karrieremachen - Permalink
Tags: , ,

Wirbel um den Gründungszuschuss, Teil 3

Gestern und vorgestern ging es um die neuen Regelungen beim Gründungszuschuss. Heute präsentiere ich Ihnen einige Tipps, mit denen Sie sich bestmöglich vor Ablehnungen Ihres Antrags schützen:

  • Nicht auf den letzten Drücker erst Gründungszuschuss beantragen. Das  weckt den Verdacht, Ihnen ginge es nur um eine Verlängerung von ALG I.
  • Sich beraten lassen. Vorgründungsberatungen werden in der Regel nicht finanziert, aber die Eigeninvestition lohnt sich ganz bestimmt.
  • Nicht nur auf die Ratschläge von allgemeinen Gründungsexperten vertrauen. Autoren und Journalisten etwa sollten sich besser nicht von Leuten beraten lassen, die sonst Döner-Buden-Gründer coachen. Sie brauchen Branchenexperten, und deren Wissen und Einschätzung gibt es nun mal nicht umsonst.
  • Eine wirklich gute Idee ausarbeiten. Gute freiberufliche Ideen basieren auf Fachwissen, Erfahrungen, Kenntnissen und sind möglichst wenig vergleichbar.
  • Bei der Formulierung helfen Muster-Business Pläne, wie sie beispielsweise in meinem Shop erhältlich sind. Sie sind aber selbstverständlich keine Vorlage, die eins zu eins übernommen werden kann, sondern eine Anleitung, wie Sie Ideen in bestimmten Bereichen – etwa als Unternehmensberater, Trainer, Berater, Coach, Designer, Fotodesigner, Stilberater, Einrichtungsberater, Journalist, PR-Berater, Marketing-Berater etc. – tragfähig und erfolgreich gestalten. Viele gaben mir das Feedback, dass das bestellte Unternehmenskonzept sehr geholfen hätte, einen eigenen Plan auszuarbeiten – und ihnen bewusst geworden ist, dass ihre ursprüngliche Idee nicht speziell genug war. Es gab aber auch schon Besteller, die den Plan mit Aussagen wie dieser zurückgaben: „Nach dem Lesen wurde mir bewusst, dass da doch ganz schön viel Arbeit drin steckt. Ich will doch nicht gründen.“ Also: Ohne Arbeit, vor allem Denkarbeit, geht es nicht.
  • Informieren Sie sich über die gesetzliche Lage im SGB III.

23. Juni 2010   1 Kommentar - Slow-Grow-Prinzip - Permalink
Tags: , , ,