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Posts von — Juli 2010

Ist mir alles egal, Frau Hofert

Nein, es ist sicher kein Traumjob im Call Center zu arbeiten. Aber müssen die dort beschäftigten Mitarbeiter auch noch so schlecht ausgebildet werden? Letzte Woche rief ich zum geschätzten 111. Mal bei Vodafone an, weil Mitarbeiter dieses Unternehmens offensichtlich nicht in der Lage sind, Faxe zu lesen. In einem Drei-Minuten-Gespräch, nannte der Mitarbeiter mich 18 Mal “Frau Hofert”. Ich habe Strichliste geführt.

  • “Haben Sie das in einer Schulung gelernt?” fragte ich.
  • “Das tut doch nichts zur Sache, Frau Hofert!” erwiderte er.
  • “Ich fände Sie sympathischer, wenn Sie die Frau Hofert mal sein ließen”, sagte ich.
  • “Ich kann dieses Gespräch auch vorzeitig beenden”, giftete er.

Wir sind zu keinem Ergebnis gekommen. Wie immer in Gesprächen mit Vodafone. Eine Stunde nach dem Telefonat sandte mir Vodafone eine  SMS “Waren Sie mit unserem Kundenservice zufrieden?” Nein, wollte ich gern tippen, engagieren Sie unbedingt ein anderes Schulungsunternehmen für Ihre Call-Center-Mitarbeiter. Doch leider funktionierte der Link nicht. Ich gehe jetzt zu 02, glaube ich. Aber erst mal teste ich deren Kundenservice.

24. Juli 2010   Keine Kommentare - Karrieretrends - Permalink
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Darf ich diesen blöden Job kündigen?

Verkraftet mein Lebenslauf eine Kündigung? Darf ich aufhören, wenn ich es in meinem Job ganz schrecklich finde? Wenn der Chef sich nicht bessert? Die Aufgaben greulich sind, unter- oder überfordernd? Diese Frage gehört zu den häufigsten – und möglicherweise hat sie sich auch Ole von Beust gestellt.

Ich frage dann immer, was schlimmstenfalls passieren würde und spiele die Szenarien mit meinen Kunden durch. Würden Sie es aushalten, wenn Personaler Sie deshalb befragen, vielleicht sogar  spitze Bemerkungen machen? Oder dumme Sprüche von besserwisserischen Bekannten und Familienmitgliedern? („Wie konntest Du – in diesen Zeiten!“) Halten Sie Absagen aus? Sehen Sie für sich selbst genügend berufliche Alternativen?

Wenn nach Abwägung aller Pros und Cons, es attraktiver – und gesünder  – scheint, den Arbeitsplatz zu verlassen , wenn Sie sich zutrauen, überzeugende Strategien fürs Vorstellungsgespräch zu erarbeiten – dann spricht nichts dafür, an etwa festzuhalten, was für einen selbst nicht gut ist.

Es gibt nur eine Regel: Der Lebenslauf verkraftet alles, hinter dem Sie selbst stehen und was Sie selbst begründen können.

20. Juli 2010   1 Kommentar - Karrieremachen, Neue Karriere - Permalink
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Ole davon oder: Warum Arbeit manchmal so fertig macht

Was hinter Ole von Beusts Rücktritt steckt?  Fest steht: Der Mann hat keine Energie mehr. Und da sollen sich diejenigen, die Durchhalteparolen brüllen, doch bitte mal gepflegt zurücknehmen.

Oft treffe ich Menschen, die einfach keine Energie mehr haben. Meist liegt es daran, dass sie viele Jahre gegen sich selbst und eigene Bedürfnisse angekämpft haben, weil der Job ein Verhalten abverlangt hat, das einfach nicht zur eigenen Persönlichkeit passt. Es kann sein, dass ein Vertriebsleiter Erfolgen hinterherjagen musste, obwohl ihm das eigentlich gar nicht liegt. “Zum Jagen tragen” müsse man einige der Mitarbeiter, erzählte mir mal ein Kunde. Das fiel ihm schwer, denn er schleppte sich selbst.

Es kann auch sein, dass einem etwas am Anfang Spaß gemacht hat, was am Ende nur noch anstrengend ist. Oder dass sich  Prioritäten verschieben. Mag es gestern noch spannend gewesen sein, vier Tage die Woche im Hotel zu leben, so kann dies heute schon an den Kräften zehren. Mag sein, dass man vor drei Jahren den Focus auf Erfolg im Job legte, und heute auf ein ausgeglichenes Privatleben.

Es gibt ja nur dieses eine Leben. Möge jeder selbst entscheiden, wie er es gestaltet.

19. Juli 2010   2 Kommentare - Karrieretrends - Permalink
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