Kolumnen zu Karriere, Führung und Entwicklung

Tschüss Xing, hallo Facebook

By | 2010-11-29T14:22:38+00:00 29. November 2010|

„Och, nö, der Auftrag kam über Facebook. Xing, weiß nicht, ob das noch was bringt. Was meinen Sie?“ Gute Frage, auf die ich im Moment nur „es kommt darauf an“ antworten kann. Es kommt darauf an, was Sie mit Xing erreichen wollen und in welcher Branche. Sicher aber scheint, dass Xings beste Zeiten vorbei sind. Nervkram, Finanzmakler-Eldorado, Pseudo-Netzwerk: Kaum nehmen Jobsucher Xing als Zeigdichplattform ernst, ziehen trendsettende Xinger um nach Facebook. Sogar Xing-Propagandist Joachim Rumohr hat seit einigen Tagen dort ein Profil – es muss also ernst sein. Bei Facebook scheint es irgendwie persönlicher für alle, die nicht grad händeringend einen Job suchen, denn als Findeplattform für Headhunter eignet sich dieses Netzwerk absolut gar nicht. Dafür umso besser als Kuschelvariante des virtuellen Netzwerks und Empfehlungsplattform. Die Freunde von hier sind irgendwie näher, man kennt sich wirklich. Kontaktesammler, die wild um sich xingen, um die virtuellen Beziehungen über die 5.000er Grenze zu heben – Fehlanzeige. Ich bin übrigens auch umgezogen. Ich muss mich erst mal daran gewöhnten, z.B. an die „I likes“ und diese komischen virtuellen Herzchen. Aber wird schon. Sehen wir uns auf Facebook?

Ungefähr 35,4 Bücher geschrieben, einige Bestseller und Standardwerke, 5002 Kunden ist untertrieben, ein halbes Leben Coaching Beratung, Ausbildung nicht. Viele Menschen weitergebracht, Neues entwickelt. Analytisch, äußerst intuitiv, hohe Komplexitätsakzeptanz; bei aller Menschenliebe mit Blick fürs Unternehmerische, für Talente, Visionen, Strategien. Einige nennen mich visionär, querdenkerisch, andere pragmatisch und bodenständig. Am Ende gilt beides? Biografie | Unternehmen

5 Kommentare

  1. Lars Hahn 29. November 2010 at 12:48 - Antwort

    Bin schon da. Allerdings: XING und LinkedIn bleiben wichtig. Allein wegen der Vielfalt.

  2. Jeannot Muller 1. Dezember 2010 at 01:52 - Antwort

    Hallo Frau Hofert,

    ich bin in der Tat über einen Freund auf Facebook auf Ihren Blog-Antrag gestossen und hätte Ihren Beitrag auf xing.com oder linkedin.com wohl „übersehen“.

    Ich war einer der ersten Kunden auf Xing, als es noch OpenBC hieß und war auch einer der ersten der radikal mein Profil nach Jahren gelöscht hat – und das nach 2 1/2 Jahren als zahlender Kunde. Warum? Ich war es leid xing.com und linkedin.com parallel zu pflegen (und plaxo.com und, und, und).

    Linkedin.com tut sich schwer in Europa, insbesondere in Deutschland aber wer Globalisierung ernst nimmt, wird an Linkedin.com nicht vorbeikommen – es ist wesentlich internationaler als xing.com. Ich sehe schon noch in linkedin.com einen Mehrwert, es ist professioneller und hat den Touch des Seriösen, aber ich sehe in der Tat, dass der Trend Berufliches und Privates per se zu vermischen, das Damokles Schwert dieser prof. Services sein kann und wird.

    Auf der nicht unwesentlich anderen Seite, macht es mehr Spaß facebook.com auf Updates zu prüfen und in der Tat suche ich auch jeden linkedin.com Kontakt auch auf Facebook. Warum? Weil mich nicht die spröde Business Präsenz interessiert, dafür reichen mir auch Visitenkarten, Lebensläufe usw. – nein, ich möchte den wirklichen Menschen „kennenlernen“.

    Insofern ist es wohl immer noch sehr umstritten, oftmals verpönnt und ungewohnt Facebook auch eine professionelle Komponente zuzusprechen. Allerdings führt derzeit wohl kein Weg an facebook.com vorbei. Selbst wenn man kein Freund von FB ist, sollte man meines Erachtens an FB teilnehmen, da man ansonsten Gefahr läuft, dass man eben dort „diskutiert und porträtiert wird“, ohne selbst davon Kenntnis zu haben.

    Die Hauptaversion in Deutschland gegen Facebook liegt im Begriff „friend“ und social media. Das wird zu häufig als sozial übersetzt, im Sinne von ich „sozialisiere“, es wird zu wenig dahingehend übersetzt, dass hiermit das soziale Umwelt und die soziale Interaktion gemeint ist.

    Insofern ist Facebook wahrlich das echte soziale Medium und da sich berufliche und freie Zeit vermischen und überlappen ist wohl keine anderes Medium derzeit mehr der Spiegel der heutigen Gesellschaft.

    Wäre ich „Personaler“ würde jedensfalls kein Weg an Facebook.com vorbeiführen. Für mich gilt die Regel, dass man nur das postet, was man auch in Hundert Jahren noch selber lesen möchte, bzw. von den Kindskindern vorgehaltne bekommen möchte. Facebook wird Erwachsner werden und es ist spannend bei diesem Reifeprozess dabei zu sein.

    Viele Gruesse,

    J.

  3. Svenja Hofert 1. Dezember 2010 at 09:42 - Antwort

    Hallo Herr Muller, stimmt, Linkedin hat ein ganz anderes Flair – und Sie erinnern mich daran, dass ich dort auch ein Profil habe, das ich pflegen müsste – und dort und dort…. Oh gott, neulich fand ich ein Profil mit einer Adresse aus 2001 😉 Kurzum: das alles ist ganz schön anstrengend. Und es stimmt, das im Moment Angenehme bei FB ist das nicht so krampfhaft Professionelle… herzliche Grüße Svenja Hofert

  4. Peter 3. Dezember 2010 at 16:32 - Antwort

    Ich persönlich mag Facebook noch immer nicht! Xing ist mir da noch tausendmal lieber. Irgendwie fühlt es sich deutscher an und ich bilde mir ein besser über meine Daten bescheid zu wissen!

  5. […] anhauen, weil er nen Job hat oder sonst gute Kontakte, denkst du? Wie sprichst du Leute über Xing, Facebook & Co. an? Eine kleine Anfragen-Typologie auf der Basis sehr persönlicher […]

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