Facebook, ich komme (Social-Media-Experiment Teil 2)

Zwischenzeitlich habe ich auch meine Facebook-Unternehmensseite aufgebaut  und dort „Fans“ gewonnen. Es macht Spaß zu sehen, wie einer nach dem anderen dazu kommt und die eine oder andere Diskussion entsteht. Beim „Facebook-Fan-Aufbau“ ist mir leider das passiert, was vielen  passiert, die Social Media outsourcen und manchmal auch jenen, die alles selber machen: Éine Mitarbeiterin hat trotz Schulung und schriftlicher Anleitung den falschen Knopf bei Xing gedrückt. So sind Einladungen  mit einem persönlichen Duz-Einladungsstandardtext an Personen gegangen, die ich sieze und nicht privat, sondern aus Seminaren oder anderen Zusammenhängen kenne. Glücklicherweise konnten wir die Mails noch stoppen, so dass die Einladung nur an einen kleinen Teil meiner Kontakte gegangen ist. Trotzdem unangenehm. Falls dies jemand liest, der so eine Mail bekommen hat: Sorry  für die private Ansprache. Ich duze mich mit einigen Kollegen, aber mit Kunden  und Seminarteilnehmern nur, wenn wir uns gemeinsam dazu entschieden haben. Das hat sich so bewährt und soll auch so bleiben 😉

Damit anderen dieser Fehler nicht passiert, sollten Sie wissen, dass es bei Facebook zwei Profile gibt: eines für Organisationen und Personen des öffentlichen Bebens, z.B. Bands oder Buchautoren und eines für Privatleute. Über den privaten Account können Sie mit einem so genannten Friendsfinder einladen – und genau dieser sollte bitte tabu sein, siehe oben. Über den öffentlichen Account können Sie private Kontakte und andere FB-Mitglieder gezielt einladen. Das ist die richtige Variante und nur die sollte von Firmen und „Personen des öffentlichen Lebens“ genutzt werden. Eine frühere Marketingfunktion von Facebook, die ein Anschreiben von Nicht-FB-Kontakten (die aber einen Account haben) für dieses Unternehmensrprofil ermöglichte, ist derzeit nicht aktiviert.

Alt: Twitter

Sie wollen wissen, wie es weiterging mit Twitter? Ich bin derzeit bei 575 Followern und einer Klout von 36 – täglich kommen einige neue Follower dazu, aber ich merke, dass meine Zeit für mehrere Postings am Tag einfach nicht ausreicht. Deshalb bin ich nach wie vor „Explorer“. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Wochen habe ich meine Ziele korrigiert.  Ich will nicht mehr 5.000 Follower bis zum Frühjahr, denn dafür müsste ich entweder sehr viel Energie in diesen Account stecken oder Follower in Massen „einkaufen“ (5.000 Follower etwa kosten beim Twittcoach Stefan Berns 700 EUR).  Das mag für manche Zwecke des Marketings sinnvoll sein, für meine im Moment nicht. Wenn Sie mir trotzdem folgen mögen – gern: www.twitter.com/svenjahofert.

Kommentar, 2 Jahre später:

Facebook: Ich stelle fest, dass es sowohl meine „Freunde“ und Fans als auch ich selbst es extrem schwierig finden, zwischen den Profilen der öffentlichen und der privaten Svenja Hofert zu unterscheiden. Man muss ständig zwischen Identitäten wechseln. Deshalb würde ich Personenmarken, die auf Facebook aktiv sein wollen, inzwischen raten, erst einmal strategisch zu entscheiden, ob sie nicht ihr Personenprofil auch für Leser, Vortragsteilnehmer etc. freigeben. Alternativ würde ich eher eine Seite für ein Unternehmen oder eine Produktmarke, z.B. ein Buch machen. Denn der Aufbau von Facebookseiten ohne richtig gutes Fanbindungskonzept ist extrem schwierig geworden. Die Besucher der Seite müssen halt nicht Fans werden, um Inhalte zu lesen oder Beiträge zu kommentieren, deshalb werden es viele nicht. Nur mit einem besonderen Inhalt – bei mir sind es derzeit die Community-Tests der KEXPA-Selbstlernkurse – geht es noch. Alternativ ist man sehr, sehr bekannt.

Twitter: Inzwischen ist mein damaliger KLOUT-Score von 36 unterdurchschnittlich – 40 ist der Durchschnitt, wobei dieser anscheinend international gilt und nicht für Deutschland. Sonst sind nach wie vor gute Tipps in dem Artikel, der beste: Keine Follower kaufen. Wer Ihnen das empfiehlt ist ein schlechter Berater.

About Svenja Hofert

Ungefähr 35,4 Bücher geschrieben, einige Bestseller und Standardwerke, 5002 Kunden ist untertrieben, ein halbes Leben Coaching Beratung, Ausbildung nicht. Viele Menschen weitergebracht, Neues entwickelt. Analytisch, äußerst intuitiv, hohe Komplexitätsakzeptanz; bei aller Menschenliebe mit Blick fürs Unternehmerische, für Talente, Visionen, Strategien. Einige nennen mich visionär, querdenkerisch, andere pragmatisch und bodenständig. Am Ende gilt beides?

4 Kommentare zu “Facebook, ich komme (Social-Media-Experiment Teil 2)

  1. Hallo Frau Hofert,

    ich habe noch nie eine Mail von Facebook erhalten, in der ich gesiezt wurde 😉 Wenn man mit Facebook Business-Networking betreiben möchte, so muss man daran denken, dass dies nicht die ursprüngliche Ausrichtung der Plattform war. Anders als Xing ist Facebook auf den privaten Freundeskreis ausgelegt d.h. es geht primär darum, mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben und Informationen – wie bspw. Bilder – auszutauschen. Und so gesehen ist das standardmäßige Duzen ok. Nachrichten wie Einladungen oder Seitenempfehlungen, die über die Plattform versendet werden, haben schon einen Standardtext, auf den man keinen Einfluss nehmen kann – und der ist in der Regel in der Du-Form formuliert.
    Viele Unternehmen duzen ihre „Fans“ auf den Fanpages – sie passen sich eben dem Sprachgebrauch an. Ob man das selbst auch so machen möchte oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Einen interessanten Artikel zu dem Dilemma gibt’s unter http://www.sueddeutsche.de/leben/die-richtige-anrede-du-frau-merkel-1.1046663

    Viele Grüße
    Renate Brokelmann

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