Kolumnen zu Karriere, Führung und Entwicklung

Whiskey Friday and more – Was uns wirklich motiviert

By | 2011-01-12T13:39:24+00:00 12. Januar 2011|

Wie kann es sein, dass jemand, der immer mehr Geld bekommt, immer schlechtere Arbeit leistet? Warum arbeiten manche Menschen umsonst, z.B. für Open Source-Projekte? Wieso gibt es so viele hochbezahlte Schlechtleister?

Ganz einfach: Je qualifizierter die Arbeit, desto weniger wichtig ist Geld. Während bei einfachen Tätigkeiten, die bekanntlich aussterben, die Regel „je höher der Lohn, desto besser die Leistung“ immer noch gilt, haben Geld und Leistung in der Wissensgesellschaft gar nichts mehr miteinander zu tun. Das Geld muss für ein ordentliches Leben reichen – mehr nicht. Es geht vielmehr um Autononie, Selbststimmung. Die Arbeit muss Spaß machen. Ich muss selbst gestalten können. Hierarchische Gehaltssysteme dagegen demotivieren und führen dazu, dass Top-Verdiener am wenigsten leisten, überall auf der Welt. Glücklicherweise, hat das M.I.T. das jetzt nachgewiesen.

Die zugrunde legende Studie greift das Video „The surprising truth of what really motivates you“ auf eine geniale Art und Weise auf (so müssen Webinare aussehen!). In 10 Minuten wird sehr bildlich und wissenschaftlich fundiert erläutert, warum es absolut sinnlos ist, was die meisten Unternehmen tun – mit Geld zu motivieren. Es ist sogar so, dass sich hohe Bezahlung kontraproduktiv auf die Leistung auswirkt. Und das gerade in den innovationsorientierten Unternehmen unserer Wissensgesellschaft. Insofern ist es nur konsequent, dass einige Firmen umsteigen: Das US-Unternehmen Dropbox etwa bietet u. a. Spiele (Gaming! Starcraft 2, Rock Band, DDR (yep, a real machine, and Laser Tag in the office) oder „Whiskey Friday“, außerdem „really flexible“ Arbeitszeiten. Schade, dass diese Botschaften in deutschen Unternehmen  nie ankommen…

Ungefähr 35,4 Bücher geschrieben, einige Bestseller und Standardwerke, 5002 Kunden ist untertrieben, ein halbes Leben Coaching Beratung, Ausbildung nicht. Viele Menschen weitergebracht, Neues entwickelt. Analytisch, äußerst intuitiv, hohe Komplexitätsakzeptanz; bei aller Menschenliebe mit Blick fürs Unternehmerische, für Talente, Visionen, Strategien. Einige nennen mich visionär, querdenkerisch, andere pragmatisch und bodenständig. Am Ende gilt beides? Biografie | Unternehmen

2 Kommentare

  1. Sven Günzel 13. Januar 2011 at 10:11 - Antwort

    Noch besser ist’s, wenn die Arbeit um ihrer selbst willen getan wird, weil sie einfach Spaß macht, Interessen befriedigt oder eine Herausforderung darstellt, dann sind Geld und Spiele nur Zugaben und nicht der Hauptgrund zur Arbeit zu gehen.

  2. […] Totale Herausforderung und Lebensstilintegration. Unabhängigkeit ist ein typischer Anker aller Daniel Pink-bewegten.  Als zweites werden diese „Pinkies“ meist von Inhalt angetrieben, das heißt es geht ihnen […]

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