Kolumnen zu Karriere, Führung und Entwicklung

Namensspiele: Head of Name Dropping oder…?

By | 2011-09-09T09:05:35+00:00 6. September 2011|

Ihnen gefällt die Bezeichnung für den neuen Job nicht? Fordern Sie
zusätzlich zum Gehalt einen ordentlichen Titel. Schließlich schreiben Sie
damit ja auch schon den ersten Satz in Ihrem Zeugnis. Und ob dort
„Mitarbeiter IT und Einkauf“ oder „Manager Supply Chain & Technology“ steht, macht eben doch einen deutlichen Unterschied. Letzte Woche habe ich in  Spiegel Online über Jobtitel philosophiert. Hier geht´s nun um die konkrete Umsetzung. Machen Sie mit im Jobnamensspiel!

  • Klangvoller als einfach ein „Mitarbeiter XY“ zu sein, ist ein Manager oder Head of XY.
  • Assistant (englisch ausgesprochen) klingt stets nach deutlich mehr als „Sekretär“ – und ist auf jede Position anwendbar, die nicht direkt mit Führung verbunden ist.
  • Sie kommunizieren Wissen und sind Ansprechpartner für ein bestimmtes Thema? Dann macht sich der Experte oder wahlweise Spezialist für XYZ ganz gut.
  • Sie wollen mehr sein als einfach nur ein schlichter Vertriebsmitarbeiter? Als „Evangelist“ klingen Sie dem Kunden ganz anders im Ohr.
  • Bei abteilungsübergreifenden Aufgaben, die sich nicht richtig zuordnen lassen, glänzen der Koordinator oder Organisator (und dann bitte ein möglichst beeindruckendes englisches Wort…).
  • Sie führen etwas ein? Wenn Sie mal da, mal dort eingesetzt werden, hilft vielleicht auch der „Projektmanager“ als Jobtitel aus?
  • Sie tüfteln kundenindividuelle Lösungen aus? Wenn da immer noch nicht Consultant auf Ihrer Karte steht, gehen Sie zum Chef.
  • Sie verändern „alles“? Wie wär´s mit Change Manager?

Ach ja: Sie sind ein Meister darin, an der richtigen Stelle, den passenden Namen fallen zu lassen? Machen Sie daraus einen Beruf, ich schlage den Head of Name Dropping vor, oder kennen wir uns etwa nicht persönlich?

Ungefähr 35,4 Bücher geschrieben, einige Bestseller und Standardwerke, 5002 Kunden ist untertrieben, ein halbes Leben Coaching Beratung, Ausbildung nicht. Viele Menschen weitergebracht, Neues entwickelt. Analytisch, äußerst intuitiv, hohe Komplexitätsakzeptanz; bei aller Menschenliebe mit Blick fürs Unternehmerische, für Talente, Visionen, Strategien. Einige nennen mich visionär, querdenkerisch, andere pragmatisch und bodenständig. Am Ende gilt beides? Biografie | Unternehmen

4 Kommentare

  1. Mark 9. September 2011 at 10:38 - Antwort

    Hallo Frau Hofert, sehr amüssant und soo wahr! Es grüßt der Head of Namensfindung von Namestorm.de 😉

  2. […] SAP reicht dabei für solide 100.000 – 150.000 EUR. Wer mehr will, muss Guru werden oder Evangelist, aber auch dann wird es schwierig. (Gegenbeispiele bitte melden.) Das Gehalt reicht aber siehe 1. […]

  3. […] Unternehmen, Ihre Position Im Zeitalter von Anglizismen und seltsamsten Jobbeschreibungen heißt es nun mal nicht mehr Hausmeister, sonder Facility Manager. Die Frage aber ist doch, ob Ihre […]

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