Drei Szenarien zum Grundeinkommen: Wenn Putzfrauen sich selbst verwirklichen und Handwerker aussterben

Im letzten Monat publizierte ich einen Artikel über das Grundeinkommen aus der Sicht der Karriereberatung. Es gab nie eine so heiße Diskussion in dem Blog. Viele Argumente wurden aufgefahren, Gegner und Befürworter gaben sich das Wort. Die Debatte findet seitdem weiter statt, medial so gut wie ausschließlich vertreten durch dm-Gründer Götz Werner und den Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge. Deren Argumente sind inzwischen weithin bekannt. Die ökonomischen Komponenten kann ich nicht abschließend beurteilen. Ich glaube aber nicht, dass ein Mindestlohn die Lösung wäre. Der Mindestlohn ist ein Relikt der Arbeit 1.0 – man braucht ihn, dort wo Arbeit 1.0 vorherrscht, wo sich Zeitarbeit ausbreitet, der Taylorismus seine Kinder verschlingt. Bei der neuen Arbeit, sinnstiftender Arbeit 2.0, macht er kaum Sinn. Ich möchte dieses Mal als Beitrag zu Diskussion einmal eine ganz andere Perspektive einnehmen, eine die ich am besten kenne: die von mir selbst als Arbeitgeber.

Szenario Eins

Meine Mitarbeiterinnen

Ich kann keine dicken Gehälter zahlen. Meine Praxis läuft sehr gut, aber zu einem großen Teil durch meine eigene Arbeit. Ich lerne jeden Tag so viel über Menschen, Berufe, Branchen, Unternehmen, Konflikte, Lösungen, das Leben. Ich bekomme Einblicke in das, was derzeit in IT, Mikrobiologie und Mathematik wichtig und relevant ist, verfolge den Ablauf von Kündigungen, das Durchsetzen von Abfindungen, den Umbau von ehemaligen Einzelbüros zu neuen Team-Offices mit Vitra-Möbeln: Das alles bereichert mich zu sehr, als dass es durch ein System von Subunternehmern oder andere Konstruktionen, in denen ich selbst nicht mehr tätig bin, ersetzbar wäre. Das ist bei mir ähnlich wie bei anderen kleinen Büros für Unternehmens-, Karriere- und Personalberatung, in Arztpraxen oder auch bei Rechtsanwälten.

Es ist wohl kein Zufall, dass ich Mitarbeiterinnen habe; alle Kollegen in ähnlicher Konstruktion wuppen die Herausforderungen im Wesentlichen mit Frauen. Frauen haben oft einen Partner, der mehr verdient. Sie selbst arbeiten, weil ihnen das Arbeitsklima sehr wichtig ist. Viel, viel wichtiger als Männern.

Wenn das Grundeinkommen da wäre

Meine Mitarbeiterinnen arbeiten beide gern, aber ich müsste sie sehr gut pflegen; ich gebe zu, da bin ich schon mal nachlässig. Würde jemand anderes etwas Interessanteres bieten oder eine angenehmere Arbeitsatmosphäre, kann ich mir gut vorstellen, dass die Wechselbereitschaft höher wäre als jetzt. Im Moment ist es zum Beispiel ein Argument, dass ich ein „Arbeiten wann und wo du willst“ erlaube, es sei denn es geht um Büroarbeit, die nun mal Anwesenheit erfordert.  Aber reicht das? Ich wie auch andere Arbeitgeber werden gezwungen sein, die Komfortzonen zu vergrößern und ein wesentlicher Hebel dazu ist Autonomie. So ließe sich der ein oder andere Mitarbeiter am Ende vielleicht von jemanden locken, der 500 EUR weniger, dafür aber ein netteres Umfeld bietet.  Das wird anstrengend für Arbeitgeber, vor allem für die, die keine oder wenig inhaltlich befriedigende Arbeit bieten können. Ein ganz neuer Typ Chef müsste heranwachsen, wahrscheinlich bräuchte man in großen Unternehmen Beziehungsmanager und Dauer-Coaching für Chefs.

Aber würden auch die Gehälter fallen?

Das behaupten wenigstens die Grundeinkommens-Gegner. Mir scheint mit Blick auf solche Szenarien im Mittel wohl eher das Gegenteil der Fall zu sein. Bei unattraktiven Jobs müssen Arbeitgeber eins drauflegen, attraktive dürfte man auch mal für weniger Geld ausüben. Das könnte das derzeitige Gefälle verschieben, ist es doch im Moment so: Miese Jobs bringen wenig Geld, interessante viel. Unternehmer wären wohl noch stärker gezwungen auf Rentabilität zu achten, damit sie sich die Mitarbeiter auch zu angemessenen Gehältern leisten können. Das wiederum fordert Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens.

Sie hätten damit Druck, fortschrittlich zu sein. Ich sehe z.B. an meiner IT-Klientel, dass ihnen unheimlich wichtig ist, AKTUELL zu arbeiten, dort zu sein, wo Neues passiert. Deshalb wählen viele die Freiberuflichkeit, weil es dort eher möglich ist, am Zahn der Zeit zu arbeiten. Das muss man Mitarbeitern bieten können, um sie zu halten. Alles in allem kein schlechter Hebel für die Makroökonomie.

Szenario Zwei:

Meine Putzfrauen

Es war unheimlich schwer, vertrauliche Menschen zu finden, denen ich mit gutem Gewissen einen Schlüssel  fürs Büro geben kann. Das mussten Menschen sein, mit denen andere bereits Jahrelang gute Erfahrungen gemacht haben. Folglich entsprang der „hanseatische“ Vertrag (Handschlag) mit den beiden Damen aus einer Empfehlung. Ich beute aus Prinzip nicht aus. Wenn sich mir ein Texter, Grafiker oder sonstwer unter Marktpreis anbietet, lehne ich das ab. Die beiden kommen zwei Mal im Monat und erhalten einen soliden Pauschalpreis.

Wenn das Grundeinkommen da wäre

Die beiden leben vermutlich auf einem Niveau, das nicht allzu weit von Hartz IV gelegen sein kann. Das kann ich mir einfach ausrechnen, selbst bei 40 Stunden Arbeitseinsatz würde etwas herauskommen, wovon einige Gutverdiener nicht leben wollten (kürzlich erzählte mir jemand mit 85.000 Euro Bruttogehalt, er könne davon kaum existieren – soweit zur Relativitätstheorie der Lebensqualität).

Mit einem Grundeinkommen würde sich die Situation von Menschen in einem niedriger qualifizierten Bereich verbessern. Aber ich hätte schon – ganz egoistisch – etwas Sorge, ob sie noch so zuverlässig kämen, wenn es mal nicht schlimm wäre, auf das Geld eines Samstags zu verzichten? Und überhaupt: Würde noch jemand an Samstagen kommen? Auch meine „Perle“ zuhause, die sich mit dem Job das karge Einkommen aufbessert: Sie würde das nicht mehr brauchen. Mindestens die Terminverschiebungen, die für mich einer mittleren Katastrophe gleichkommen, könnten zunehmen.  Aus einem einfachen Grund: Niedrigqualifizierte Arbeit ist selten Sinnarbeit (wobei es  definitiv Menschen gibt, die diese Tätigkeiten gerne machen). Hier hätten wir Arbeitgeber ein Problem, da bin ich recht sicher. Kann der Putzroboter bitte etwas schneller entwickelt werden?

Szenario Drei:

Mein Bedarf an handwerklichen Dienstleistungen

Diese Woche knallte mein Sonnenrollo im Büro runter. Kein großes Problem, sollte man meinen. Was aber, wenn  vier unbegabte Frauen keine handwerkliche Lösung finden, auch die Partner eher 0,0 handwerklich begabt sind und der Vermieter sich nicht zuständig fühlt? Es lässt sich schon jetzt außerhalb von myhammer.de niemand finden, der bereit wäre, sich für einen meinetwegen sogar doppelten Stundenlohn diesem doch sehr zeitbegrenzten Projekt zu widmen.

Ein Rollo anzubringen, ist einfach ein zu geringer Aufwand, ähnlich wie das Anbringen von Toilettendeckeln, Türschildern oder Lampen im Flur. Für 30 oder 50 Euro bewegt niemand seinen …. Erst recht nicht, wenn er am Ende eine Rechnung schreiben soll.  Manche Dienstleister bewegen sich nicht mal für Auftragsvolumina von weniger als 1.000 Euro, etwa wenn es darum geht, Transparentfolien anzubringen oder kleine Bereiche zu begrünen. Auch für Übersetzungsaufträge haben wir oft Schwierigkeiten, geeignete Partner zu finden (d.h. Partner die Muttersprachler sind und Erfahrungen aus HR und/oder IT haben), die sich auch noch committen in 48 Stunden zu liefern. Ein kleines Design, ein überschaubares Lektorat – die Kreativwirtschaft jammert meines Erachtens  manchmal auf hohem Niveau und sucht Aufträge mitunter an der falschen Stelle.

Wenn das Grundeinkommen da wäre

Die Situation mit den Dienstleistern aller Disziplinen würde sich für uns kleine Unternehmen sicher nicht verbessern. Es gibt nur eine Lösung: Ich müsste als Arbeitgeber noch aktiveres Networking betreiben und gute Beziehungen auch in die Handwerksszene aufbauen. Dann könnte ich darauf hoffen, dass es einen Freundschafsdienst gibt. Überhaupt ist meine These, dass das Handwerk neue goldene Zeiten erleben wird. Ja, ich rate auch Abiturienten mal darüber nachzudenken, ob man als Elektriker nicht den Designer mittelfristig gehaltstechnisch um Längen überrundet.  Aber im Moment stürzen sich ja alle auf die Ingenieurstudiengänge.

Dazu diese Woche mehr. Die Frage Ingenieurschwemme oder -mangel auch irgendwo mit Grundeinkommen zu tum.

About Svenja Hofert

Ungefähr 35,4 Bücher geschrieben, einige Bestseller und Standardwerke, 5002 Kunden, ein halbes Leben Coaching, Beratung, Ausbildung. Viele Menschen weitergebracht, Neues entwickelt. Analytisch, hohe Komplexitätsakzeptanz; bei aller Menschenliebe mit Blick fürs Unternehmerische, für Talente, Visionen, Strategien. Einige nennen mich visionär, querdenkerisch, andere pragmatisch und bodenständig. Am Ende gilt beides?

10 Kommentare zu “Drei Szenarien zum Grundeinkommen: Wenn Putzfrauen sich selbst verwirklichen und Handwerker aussterben

  1. Ja, wenn wir ein Grundeinkommen hätten, dann müsste sich die Chefs ausnahmsweise auch mal um die Angestellten bemühen. Und richtig, man müsste Angst haben, das nun niemand mehr die Drecksarbeit für einen Apfel und ein Ei erldigt. Also wenn das Büro dreckig ist heißt es, selber sauber machen oder eben anständig bezahlen. Das ist aus sicht eines Arbeitgebers natürlich unvorstellbar. Wenn man die Leute nicht mehr zwingen kann für einen Hungerlohn den Dreck anderer Leute weg zu räumen, einfach schrecklich.

    Ich frage mich, was daran falsch wäre, wenn ein scheiß Job eben weil er so scheiße ist wenigsten gut bezahlt wird? Kein Mensch will Klofrau sein, wenn man erzählt, damm man Klofrau ist wird man ausgelacht und zum dank wird man auch noch scheiße bezahlt. Das ist doch nicht mehr normal. Mit dem Grundeinkommen müssen wir uns eben daran gewöhnen, dass die schlechten Jobs besser bezahlt werden und die „guten“ eben nicht mehr so gut. Und dann müssen nicht mehr die Angestellten alles hinnehmen was der Chef vorgibt, sonder der Chef muss es den Angestellten recht machen. Wenn der Chef dann meint „Du machst heute Überstunden“ dann sag ich „Nö, ich hab schon was vor“ und wenn er es nicht kapiert komme ich eben morgen nicht mehr. Ist doch wunderbar! DAS ist Freiheit! Jetzt haben wir doch nur die Sklaverei des Geldes und damit muss schluss sein, auch wenn es den Chefs nicht passt. Bedingungsloses Grundeinkommen JETZT!

  2. Ich denke mir, da das Grundeinkommen auch für Untermnehmer gilt, können die es auch etwas entspannter angehen.
    Und wenn es genug Geld/Einkommen für alle gibt, können auch andere Preise verlangt/bezahlt werden.

    Und ich sehe nichts verwerfliches darin, das sich Chefs Mühe geben sollten sich mit ihren Mitarbeitern gut zu verstehen.
    Ich denke nicht, dass Mitarbeiter täglich einen Entertainer brauchen, sondern sich einfach nur wohlfühlen wollen. Das reicht.

    Und wenn du Angst hast, dass deine Putzfrauen nicht mehr kämen weil sie sich was schöneres vorstellen können als zum Harz IV Satz zu putzen, finde ich deine Einstellung dazu ein wenig merkwürdig.
    Nach deiner Darstellung findest du es gut, das die Damen bei dir putzen zum quasi Selbstkostenpreis und aus lauter Eigennutz fändest du es nicht gut, wenn sie mehr Geld bekämen, bzw. fändest du es für dich nicht gut, wenn sie sich für etwas anderes entscheiden würden als bei dir zu putzen.
    Das finde ich ziemlich egoistisch.

    Das klingt so, als würdest du es bedauern, dass sie dir dann nicht mehr für einen Hungerlohn zur Verfügung ständen.
    Und, ob mans glaubt oder nicht: Es wird auch mit dem Grundeinkommen noch Menschen geben die ihren Beruf aus Leidenschaft ausüben und ihn darum tun. Sie wollen halt nur angemessen entlohnt werden für ihre Arbeit. Und das ist auch richtig so.
    Es werden neue Strukturen entstehen, denke ich.
    Und vieles Überflüssige wird verschwinden.
    Gut so! Weiter so!

    So funktioniert doch im Moment die Unsäglichkeit des Kapitalismus:
    Viele werden gnadenlos ausgenutzt und zwar so, dass sie von ihrer Hände Arbeit nicht mehr leben können, damit einige wenige sich die Taschen noch voller machen können als bisher.

  3. Frau Hofert ist in Pos. 1 nicht zuzustimmen: warum sollte überhaupt ein „schlechtes Arbeitsklima vorliegen ? – Und sie müsste auch keine großen Gehälter zahlen, denn das BGE fließt jedem, auch ihr als „Arbeitgeber“ generell zu. Natürlich ist das BGE mit einem Schuldgeldsystem nicht realisierbar, aber das gilt es parallel auch abzuschaffen. Über die Abschaffung der juristischen Person sollte auch sinniert werden: nur noch Menschen, die mit anderen Menschen zusammenarbeiten. – Handwerksbetriebe könnten problemlos ausbilden, die Azubis kosten nichts mehr. – Steuern könnten nur noch auf Umsätze erfolgen, ALLE anderen Steuern sind dann passe. Usw. ..
    Zu Pos. 2, das angebl. Problem der Zuverlässigkeit mit Geringverdienern: auch hier dient deren BGE zur Grundsicherung. Heißt nicht, dolce vita, oder „was kostet das Leben“, sondern nur: ich könnte damit „gut“ überleben. – Aber mal ehrlich: nach 2-4 Monaten TV fällt einem doch die Decke auf den Kopf, man will etwas „schaffen“. Und natürlich relativiert sich dann auch der „Putzjob“, denn Hygiene ist in allen Lebensbereichen wichtig und da wir alle Hygiene, Sauberkeit brauchen/wünschen, können wir es uns auch leisten. Wenn bsw. alle ein BGE v. € 1.000 bekommen – also knapp unterhalb der Pfändungsfreigrenze, dann obliegt es einem „Arbeitgeber“, diesen Betrag durch mtl. „Putzen“ auf bsw. €1.500 oder € 2.000 aufzurunden. – Man darf nicht vergessen, dass die unzähligen Milliarden für einen künstlichen aufgeblähten Verwaltungs- und Beamtenapparat weggefallen sind, denn niemand braucht mehr überflüssige „sich selbst versorgende Systeme“.
    Auch das ganze EInkommenssteuer- und SozialabgabeZEUG für den „Arbeitgeber“ fällt weg.
    Pos. 3 – der angeblich teure Handwerker: Handwerker sind „teuer“, weil 2/3 bis 3/4 der Einnahmen durch Steuern und sonst. unzählige Abgaben aufgefressen wird. Fällt künftig weg. Der Handwerker ist nicht unter Druck, für ein Türschlossöffnen gleich das Komplettschloss für 200 € zu verticken, sondern rechnet lediglich die ANfahrt und Arbeitszeit ab. Fertig. Kein Stress mehr für Handwerksbetriebe. Der Einzelunternehmer, oder Geschäftsführer einer GmbH (braucht man künftig nicht mehr = Abschaffung der jur. Person !!) bekommt ja auch BGE.

    • Hallo Herr Kraschinsik, es geht mir ja gar icht um Meinung, sondern um Wahrnehmung. Die ist individuell kann aber nie falsch sein, deshalb muss man mir eigentlich weder zustimmen noch wiedersprechen, sondern darf den Teppich weiter ausrollen. Ich denke allerdings nicht, dass ein Abschaffung der juristischen Personen realistisch ist, das wird nicht machbar sein. Ich meinte übrigens auch beileibe nicht, dass Handwerker teurer sind, das ist wohl falsch rübergekommen. LG Svenja Hofert

  4. Hallo Frau Hofert,

    ein wirklich sehr interessanter weiterer Artikel zum Grundeinkommen. Solche anschaulichen Gedankenspiele gibt es meiner Meinung nach viel zu wenig. Auch gefällt mir ihre Vorstellung von einer aktivierenden, sinnhaften im Gegensatz zu einer restriktiven Arbeitswelt.

    Hier möchte ich aber noch einmal darauf verweisen, dass diese positiven Effekte nur dann auftreten, wenn die Höhe des Grundeinkommens auch wirklich zum leben reicht. Zahlt man ein solches aus, das gerade nicht zum leben reicht, dann ist jeder gezwungen dazu noch irgendetwas hinzu zu verdienen und das verbessert insbesondere die Situation der gering qualifizierten Jobs keineswegs.

    Ihre leicht scherzhafte Bemerkung: „Kann der Putzroboter bitte etwas schneller entwickelt werden?“ erregt ebenfalls meine Aufmerksamkeit. Wir haben viele Tätigkeiten, die auch heute schon automatisiert werden könnten, es aber nicht werden weil es nicht wirtschaftlich ist. Denn es gibt in diesen Bereichen noch zu billige Arbeitskräfte.
    Ein paar Beispiele: Es gibt bereits selbstreinigende Toiletten, schmutzabweisende Fenster, es gibt Modelle einer (fast) vollautomatischen Müllabfuhr, die mit lediglich einem Fahrer auskommt und auch der Putzroboter könnte nach unseren technischen Möglichkeiten schon entwickelt worden sein. Aber es gilt ein Grundsatz: Billige Arbeitskräfte verhindern technischen Fortschritt. Mit einem Grundeinkommen würde die Nachfrage danach, unliebsame Arbeit zu automatisieren, entscheidend steigen (dann brauchen wir auch noch mehr Ingenieure).

    • Hallo Herr Jäger, darum ging es mir: eine Perspektive zu zeigen, eine sehr individuellezudem. Je mehr Perspektiven wir haben, desto fassbarer wird es doch. Was nützen immer die gleichen (Sach-)Argumente, wenn die vielfältigen Perspektiven fehlen. Mich stört, dass gleich alles zur Meinungsmache wird, immer ein PRO oder CONTRA. Perspektiven kann man entwickeln, Meinungen sind starr. Deshalb erschreckt mich manchmal, dass sich beim Thema BGE, z.B. via Twitter, immer mal wieder so ein paar Radikalquerschießer melden. Sie sind ein sehr guter Moderator, Herr Jäger, weil sie ausgewogen argumentieren. Vielen Dank. beste Grüße Svenja Hofert

  5. Hallo Frau Hofert,
    solche Artikel regen die eigenen Gedankenspiele an und das ist sehr gut. Nur fällt es mir schwer mir vorzustellen, wie sich die Musikbranche durch das Grundeinkommen verändern würde. Wir haben gestern Abend dazu schon eine heiße Diskussion geführt und nun habe ich das Ganze mal auf meine Facebook-Seite verlegt ( http://on.fb.me/zBL35J ) und bin sehr gespannt auf die Antworten. Die verraten ja auch etwas über die allgemeine Sicht verschiedener Menschen auf „meine“ Branche.
    Vielen Dank mal wieder für Ihren Impuls!
    Beste Grüße,
    Katja Zakotnik
    http://www.katja.zakotnik.de

  6. Pingback: Wie Sie einen wirklich guten Arbeitgeber finden | Karriereblog von Svenja Hofert

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