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Es schreibt: Svenja Hofert, www.karriereundentwicklung.de

Kategorie — Karrieremachen

Hatten Sie auch gute Noten?

Oder etwa nicht? Und, sind Sie erfolgreich? Trotz schlechter oder mittelprächtiger Noten? Wie kann das sein?

Gerade habe ich, derzeit im Urlaub, einen Artikel in … war es Business Punk oder vielleicht doch die Wirtschaftswoche? …eigentlich egal… gelesen. Der Autor behauptet, gute Noten seien die Eintrittskarte für eine große Karriere. Er führt eine ärgerlich lausige und unausgewogene Beweisführung und zitiert eine Uralt-Studie. Und dann nennt er ausgerechnet Utz Classen als Beleg für den Top-Karrieristen. Classen mit 0,7-Abi und seinem ewigen Geltungsbedürfnis. Ist der wirklich ein Beispiel für Erfolg? Er ist ein Beispiel für frühe Zeigefreudigkeit.

Wie gesagt: Ich bin derzeit im Urlaub und verzichte darauf, mich in Studien einzulesen, weil ich heute noch etwas besseres vor habe. Das mache ich demnächst einmal.

An dieser Stelle möchte ich den geneigten Leser einfach einmal zu einer kleinen Übung auffordern: Schauen Sie sich Ihre ehemaligen Klassenkameraden an. Wer hat es zu was gebracht und wer nicht? Wer ist vielleicht sogar ganz groß herausgekommen? In meinem Umfeld jedenfalls ist es so: Karriere gemacht haben vor allem die, die nicht besonders gut waren in der Schule. Einer ist heute Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens, ein anderer ist Vertriebsdirektor in einem Konzern.  Ein Top-Musterschüler aus meinem Abi-Jahrgang dagegen hat die Uni erst gar nicht geschafft. Ich wette, solche Beispiele fallen Ihnen auch ein.

Es gibt natürlich auch Belege für beruflichen Erfolg von Musterschülern. Aber auch endlose Fälle von späterem Scheitern trotz guter Noten. Und umgekehrt: Es gibt endlose Beispiele für beruflichen Erfolg von ehemaligen Klassennieten (“Bulldozer” René Obermann zum Beispiel hat sein Studium nicht zuende gebracht). Und natürlich auch Beispiele für ein durchgängiges Scheitern. Was für mich nur heißt: Alles ist möglich. Egal mit welchen Noten.

20. August 2010   3 Kommentare - Karrieremachen - Permalink
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Jobsuche im Empfehlungszeitalter

Nach der Einführung in Theorie und Praxis der modernen Jobsuche nun ein paar Tipps für Bewerber:

  • Wer nach einer neuen Stelle sucht, sollte immer erst die Augen im eigenen Umfeld offen halten. Über Geschäftspartner, Kunden, Kollegen kommen Sie an interessantere Jobs als über Stellenbörsen.
  • Bringen Sie Kollegen auf die Idee, sich in der eigenen Firma umzuschauen und nach Möglichkeiten der Mitarbeit zu fragen!
  • Bewahren und pflegen Sie gute Kontakte, sei es aus dem Praktikum oder einem alten Job. Verlinken Sie sich in einem sozialen Netzwerk oder/und sammeln Sie Kontakte in einer Tabelle oder einem elektronischen Adressbuch.
  • Informieren Sie Ihr Netzwerk, wenn Sie auf Jobsuche sind: Persönlich am Telefon die engen Kontakte, über das Internet die weiter entfernten.
  • Kommunizieren Sie in Ihrem Netzwerk immer, was Sie können und wonach Sie suchen – am besten mündlich und schriftlich.
  • Die Zeit im Aufschwung ist immer gut für Initiativbewerbungen! Diese sollten so gestaltet sein, dass die Empfänger sofort ein Bild davon haben, was Sie können und wo Sie einsetzbar sind. Noch besser ist, wenn Sie sich „auf Empfehlung von“ bewerben können. Nutzen Sie auch die direkten Kontakte in sozialen Netzwerken als Brücke zu einem neuen Kontakt.

6. August 2010   2 Kommentare - Karrieremachen - Permalink
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Welchen Freund empfehlen Sie mir denn als Mitarbeiter?

Wer über eine Empfehlung zum neuen Job gelangt, liegt im Trend – so unser Fazit gestern. Ein Beispiel für die Mitarbeitersuche über soziale Netzwerke liefert Michael Silberberger, Geschäftsführer des Seminaranbieters Semigator AG in Wiesbaden. Anstatt in Stellenbörsen zu schalten, schickte er kürzlich eine Mail an seine Xing-Kontakte. In dieser warb er für offene Positionen im Vertrieb, unter anderem mit einer Beschreibung des guten Arbeitsumfelds. „Die Chance auf diesem Weg passende Kandidaten zu bekommen, ist deutlich höher als über eine normale Anzeige“, sagt Silberberger aus Erfahrung. Die Logik dahinter: Wer jemanden aus seinem Netzwerk empfiehlt, kennt diese Person meist und kann nicht nur Fachkenntnisse, sondern auch die Persönlichkeit einschätzen – und diese ist außerhalb der Spezialistenwelt nun mal oft das wichtigste Fundament. Zudem haben Angestellte, die sich als gute Mitarbeiter erwiesen haben, meist ebensolche Freunde und Bekannte – mein Erfahrungswissen aus der Beratung bestätigt diese These. Nicht zuletzt würden Freunde oft viel besser zusammenarbeiten als Fremde – auch im Team. Für Arbeitgeber ist diese Form der Jobsuche nicht nur die günstigste, sondern auch die erfolgreichste Variante.

Morgen geht´s weiter mit: Was das für die Jobsuche bedeutet

5. August 2010   Keine Kommentare - Karrieremachen - Permalink
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Jobs, die keiner haben will

Wenn Bewerber in den Stellenmärkten nach Jobs suchen, sind sie oft frustriert. Trotz einer wachsenden Zahl offener Stellen bleibt die Auswahl auch im Konjunkturaufschwung dürftig. Das liegt vor allem an der Art der Stellen: Am meisten gesucht werden Consultants mit oft 100% Reisebereitschaft, 2.500 solcher Stellen gibt es allein bei Monster.de. Viele Stellen sind befristet. Andere haben Anforderungen, die kaum jemand erfüllen kann. Traumjobs sind das selten. Und das hat seinen Grund: Die Stellen in den Jobbörsen sind meist Stellen, für die sich auf anderem Weg keiner gefunden hat. Anders ausgedrückt: Es sind Jobs mit kleinen oder größeren Makeln. Uneingeschränkte Reisebereitschaft ist so einer, zumindest für alle die einmal zwei Jahre in Hotels hinter sich haben – aber auch schlechte Bezahlung, Befristung oder schlechtes Arbeitsklima. Dass Zweitdrittel aller Stellen niemals ausgeschrieben werden, ist bereits seit Jahren, unter anderem durch eine Erhebung des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB), bekannt. Doch diese Zahl, so ist meine Beobachtung, nimmt stetig weiter zu. Zudem zeigten sich zwei Tendenzen: Neben den unbeliebten sind es mehr und mehr auch stark spezialisierte Jobs, die in Stellenmärkten landen. Generalistisch geprägte Stellen, die eindeutig die Mehrzahl des gesamten Stellenangebots darstellen, finden sich immer seltener in Form eines Inserats. Auch kleinere Unternehmen  suchen eher selten mit einer Anzeige. Stattdessen aktivieren Inhaber von Unternehmen und Personal suchende Manager statt den Headhunter immer öfter das eigene Netzwerk. Ein Beispiel dafür? Morgen mehr.

3. August 2010   4 Kommentare - Karrieremachen - Permalink
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Darf ich diesen blöden Job kündigen?

Verkraftet mein Lebenslauf eine Kündigung? Darf ich aufhören, wenn ich es in meinem Job ganz schrecklich finde? Wenn der Chef sich nicht bessert? Die Aufgaben greulich sind, unter- oder überfordernd? Diese Frage gehört zu den häufigsten – und möglicherweise hat sie sich auch Ole von Beust gestellt.

Ich frage dann immer, was schlimmstenfalls passieren würde und spiele die Szenarien mit meinen Kunden durch. Würden Sie es aushalten, wenn Personaler Sie deshalb befragen, vielleicht sogar  spitze Bemerkungen machen? Oder dumme Sprüche von besserwisserischen Bekannten und Familienmitgliedern? („Wie konntest Du – in diesen Zeiten!“) Halten Sie Absagen aus? Sehen Sie für sich selbst genügend berufliche Alternativen?

Wenn nach Abwägung aller Pros und Cons, es attraktiver – und gesünder  – scheint, den Arbeitsplatz zu verlassen , wenn Sie sich zutrauen, überzeugende Strategien fürs Vorstellungsgespräch zu erarbeiten – dann spricht nichts dafür, an etwa festzuhalten, was für einen selbst nicht gut ist.

Es gibt nur eine Regel: Der Lebenslauf verkraftet alles, hinter dem Sie selbst stehen und was Sie selbst begründen können.

20. Juli 2010   1 Kommentar - Allgemein, Karrieremachen - Permalink
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Frühindikatoren für den Rausschmiss

"Der Geschäftsführer hält sich nicht mehr lange. Ich tippe er sucht selbst schon nach Alternativen. Wenn er weg ist, bin ich es einen Tag später auch" – so die nüchterne Analyse eines Kunden, der rechtzeitig seinen Abgang vorbereiten wollte. So realistisch sind viele nicht, erst recht nicht nach längerer Betriebszugehörigkeit. Dabei gibt es Indikatoren dafür, dass die Zeichen auf Kündigung, Versetzung oder Degradierung stehen. Einige Beispiele:

  • An der Führung deutet sich ein Wechsel an.
  • Es werden Ihnen Projekte entzogen.
  • Entscheidungen, Ihre Position betreffend, werden herausgezögert.
  • Es gibt Besprechungen, zu denen Sie nicht mehr eingeladen werden.
  • Die finanzielle Lage des Unternehmens verschlimmert sich zusehends.
  • Selbst die Unternehmensleitung scheint verunsichert.
  • Klare Aussagen? Fehlanzeige.
  • Das Verhalten zentraler Personen Ihnen gegenüber ändert sich.
  • Kritik wird lauter oder gar nicht mehr geäußert.

Natürlich sind das allein keine sicheren Hinweise, doch es sind Signale – und Ihre Aufgabe ist es, diese zu erkennen und richtig zu deuten, die Indikatoren aber nicht zu überinterpretieren (wozu vor allem unsichere Menschen neigen). Im Zweifel: Vier-Augen-Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen, Netzwerke zu den "Neuen" im Unternehmen aufbauen, viel mit anderen sprechen. Nicht so sehr vermuten als vielmehr: Fragen, fragen. Und bevor das Schiff untergeht: Solange Sie nicht der Kapitän sind, brauchen Sie nicht an Bord zu bleiben. Erfahrungsgemäß finden die, die sich zuerst neue Jobs suchen, immer noch am leichtesten welche…

5. Juli 2010   Keine Kommentare - Karrieremachen - Permalink
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Jobsuche und Bewerbung der Zukunft – und was das für Sie bedeutet

Heute findet in der Handelskammer eine Jobmesse von Staufenbiel statt, auf der ich um 14 Uhr 30 zum Thema "Jobsuche und Bewerbung der Zukunft" spreche. Die Präsentation dazu können Sie sich hier herunterladen:

Jobsuche und Bewerbung der Zukunft: herunterladen

24. Juni 2010   Keine Kommentare - Karrieremachen - Permalink
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