Warum sind andere erfolgreicher als ich?
Gestern hat Monika Birkner in Ihrem Blog die Frage gestellt, warum manche gute Coachs zu wenig Kunden haben. Sind es vielleicht in Wahrheit schlechte Coachs oder Berater? Natürlich wird ein Coach oder Berater mit der Erfahrung immer besser. Deshalb ist wichtig – wiewohl nicht entscheidend -, mit wie viel Kunden er oder sie gearbeitet hat. Es ist etwas ganz anderes, was Erfolgreiche von Nicht-Erfolgreichen trennt…
22. Januar 2012 3 Kommentare - Slow-Grow-Prinzip - Permalink
Wo bitte geht´s hier zum Erfolg?
„Wie lange dauert es ungefähr bis ich bekannt in meiner Branche bin? Muss ich wirklich drei Jahre warten?“ Gestern auf einem Workshop stellte mir eine Teilnehmerin diese Frage, ich habe sie nicht zum ersten Mal gehört. Dahinter steckt der Wunsch, dass es doch bitte eine Art Erfolgsbeschleuniger, den Wunderknopf „Erfolg“ geben möge. Diesen Wunsch nach “geschenktem Erfolg” haben Angestellte, die sich einen neuen Job oder eine Veränderung erarbeiten möchten, aber auch viele Neu- und einige Alt-Selbstständige.
Doch den Knopf gibt es nicht, nur ein Prinzip – und das umzusetzen kostet neben Kopf- und Konzeptarbeit auch jede Menge Zeit. Wenn das Internet Erfolgsbeschleuniger sein soll gibt es eindeutige Komponenten: Klares Produkt, attraktive, aber authentische Personenmarke, hochwertige und viele Kontakte, Sichtbarkeit möglichst überall im Web. Sascha Lobo lässt grüßen.
Ich wundere mich öfter mal, mit wie wenig Einsatz manche Menschen am besten gleich ganz nach oben wollen. Wenn ich sage, dass 1.000 Stunden Investition zum Beispiel in Soziale Netzwerke eine gute Basis sind, aber mehr auch nicht, werden manche blass. Ich habe diese Stundenzahl spaßeshalber für mein neues Buch „Das Slow-Grow-Prinzip. Wie Sie erfolgreich gründen und zufrieden wachsen“ überschlagen. Es ist ja bei Xing und in anderen Netzwerken leicht zu beobachten, wie es einige Selbstständige schaffen, binnen relativ kurzer Zeit viel Aufmerksamkeit zu erzielen. Das möchte ich übrigens zur oft genannten Drei-Jahres-Frist verraten: Es kann auch schneller gehen, bis die Auftragslage stimmt – aber auch viel, viel langsamer.
1.000 Stunden – das sind echte Investitionen in den Wert des eigenes Unternehmens, der „Marke Ich“, die diesen, falls clever gemacht, um 80.000 Euro erhöhen. Diese 80.000 Euro entstehen durch einen angenommenen Stundenlohn von 80 EUR, den ein externer Dienstleister für solche Aktivitäten mindestens nehmen würde. 1000 Stunden aber sind vielen ziemlich viel zu viel. 1.000 Stunden sind alles andere als ein Erfolgs-Knopf.
Wie viele Stunden haben Sie in Ihre Unternehmung gesteckt, um sie bekannt zu machen? Ich freue mich auf Postings.
17. Oktober 2010 1 Kommentar - Slow-Grow-Prinzip - Permalink
Hatten Sie auch gute Noten?
Oder etwa nicht? Und, sind Sie erfolgreich? Trotz schlechter oder mittelprächtiger Noten? Wie kann das sein?
Gerade habe ich, derzeit im Urlaub, einen Artikel in … war es Business Punk oder vielleicht doch die Wirtschaftswoche? …eigentlich egal… gelesen. Der Autor behauptet, gute Noten seien die Eintrittskarte für eine große Karriere. Er führt eine ärgerlich lausige und unausgewogene Beweisführung und zitiert eine Uralt-Studie. Und dann nennt er ausgerechnet Utz Classen als Beleg für den Top-Karrieristen. Classen mit 0,7-Abi und seinem ewigen Geltungsbedürfnis. Ist der wirklich ein Beispiel für Erfolg? Er ist ein Beispiel für frühe Zeigefreudigkeit.
Wie gesagt: Ich bin derzeit im Urlaub und verzichte darauf, mich in Studien einzulesen, weil ich heute noch etwas besseres vor habe. Das mache ich demnächst einmal.
An dieser Stelle möchte ich den geneigten Leser einfach einmal zu einer kleinen Übung auffordern: Schauen Sie sich Ihre ehemaligen Klassenkameraden an. Wer hat es zu was gebracht und wer nicht? Wer ist vielleicht sogar ganz groß herausgekommen? In meinem Umfeld jedenfalls ist es so: Karriere gemacht haben vor allem die, die nicht besonders gut waren in der Schule. Einer ist heute Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens, ein anderer ist Vertriebsdirektor in einem Konzern. Ein Top-Musterschüler aus meinem Abi-Jahrgang dagegen hat die Uni erst gar nicht geschafft. Ich wette, solche Beispiele fallen Ihnen auch ein.
Es gibt natürlich auch Belege für beruflichen Erfolg von Musterschülern. Aber auch endlose Fälle von späterem Scheitern trotz guter Noten. Und umgekehrt: Es gibt endlose Beispiele für beruflichen Erfolg von ehemaligen Klassennieten (“Bulldozer” René Obermann zum Beispiel hat sein Studium nicht zuende gebracht). Und natürlich auch Beispiele für ein durchgängiges Scheitern. Was für mich nur heißt: Alles ist möglich. Egal mit welchen Noten.
20. August 2010 4 Kommentare - Karrieremachen - Permalink











