Kriegs-Führung: Wenn Chefs gegen Mitarbeiter schießen
Die Kollegin, eine Führungskräftetrainerin, schüttelt sich. „Findest du nicht auch, dass Manager immer schlechter führen? Da herrscht ja wirklich Krieg in einigen Abteilungen.“
Das schlimme Wort „Krieg“ hatte ich bis dahin nicht wirklich (aus-)gedacht. Aber dass offensichtlich bei Beförderungen und auch in der Leistungsbeurteilung immer weniger Wert auf Führungsstärke gelegt wird, ist mir durchaus aufgefallen. Natürlich liegt es in der Art meiner Tätigkeit, dass mir 9 von 10 Kunden über eine schlechte Führung berichten – vielleicht ist das mies-versus-kompetent in Wahrheit etwas besser. Abersehr viel besser womöglich nicht.
15. Januar 2012 12 Kommentare - Karrieremachen - Permalink
„Du föärschdt“! Wie regionale Besonderheiten Job und Teamarbeit beeinflussen
Als mir alle auch am zweiten Tag des Seminars zwölf Teilnehmer die Hand gaben, war ich erstaunt. Solche Höflichkeit bin ich nicht gewohnt – eher ein freundliches Armeheben, maximal verbunden mit einem Hallo. Schon beim Empfang nachts um 24 Uhr im Hotel begrüßte mich die Rezeptionistin freudig. Sieben Stunden später war sie immer noch gut gelaunt. Wo war ich gelandet? In Thüringen. Kaum 400 Kilometer von Hamburg entfernt sind nicht nur die Straßen, sondern auch die Menschen anders. Selbst in den Unternehmen gäbe man sich täglich die Hand, versicherte man mir, das sei guter Ton…
Die kleine Geschichte gibt mir einen neuen Anlass, hier über ein kaum beachtetes Phänomen zu schreiben: regionale Diversity. Könnte die Verschiedenartigkeit nicht nur Landeskulturen betreffen, sondern auch regionaler Art sein?
9. Oktober 2011 4 Kommentare - Persönlichkeit & Potentiale - Permalink
Werte im Management: Wie mutig sind die Manager von morgen?
Ob Finanzvorstand, Abteilungsleiter oder Personalchef. Management-Kompetenz wird meistens systematisch vermittelt. Die Grundlagen: Anlage, Biografie und Charakter. Das Problem: Sie lassen sich im Voraus kaum planen. Führungskräften mit einem technokratischen Menschenbild macht das zu schaffen. Warum wir mutige Manager brauchen, mit Persönlichkeit und Profil…
Zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft will die Universität St. Gallen mit ihrem jährlichen Symposium eine Art Schnittstelle sein. Für Manager und solche, die das ganz sicher noch werden wollen. Richtiges „Leadership“ werde immer wichtiger, lautete der Tenor, im Mai. Ebenso an der European Business School, dann im September.
Dass das mit den Werten nicht so einfach ist, wird manchem Manager langsam klar, spätestens beim Zuhören der „Impulsreferate“. Menschen zu führen, das bedeute mehr als nur das Checken von Quartalszahlen, so die Einsicht. Es gehe auch um Charakter, „weiche Faktoren eben“, murmelt ein Manager. Werte von Authentizität und Verlässlichkeit seien für ihn keine Nebensache. Parallel unterhält sich sein Nachbar angeregt über profitable Shareholder-Values in Asien. War da nicht was?
8. August 2011 4 Kommentare - Gastbeiträge - Permalink











