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50 Wörter zur neuen Arbeit / 50 words for new work – es geht weiter

So viele Mitdenker nach meinem Beitrag und dem Input gestern! Wahnsinn! Danke! Es geht weiter mit Karriereexpertin Bettina Sturm von Dein Co Pilot in München.

  1. Co-Working
  2. Projektarbeit
  3. Virtuelle Projekte
  4. Micro-Economy
  5. Trendforschung/ Trend Receiver
  6. Werte-Management
  7. Vertrauensarbeitszeit
  8. Home-Office
  9. Selbständigenkultur
  10. Wissensarbeiter
  11. Gewinn mit Sinn
  12. Mehr Flexibilität/ Freiheit mehr Zufriedenheit
  13. Emotionales Verkaufen
  14. Anstrengung & Entspannung im Wechsel
  15. Achtsamkeit
  16. Neue Führungskultur
  17. Adé „roter Faden“ im Lebenslauf
  18. Adé Start-Ziel-Karriere in einem Unternehmen
  19. Open Innovation
  20. Connectivity
  21. Personal Fit geht vor Kompetenz
  22. Papierloses Arbeiten
  23. Generation Y
  24. Selbstbewusstsein stärken – Selbstmarketing machen
  25. Social Media everywhere
  26. Je höher der Managementlevel desto wichtiger sind die Social Skills
  27. Diversity
  28. Innovationsfähigkeit
  29. Storytelling
  30. Interkulturelle Zusammenarbeit
  31. Leadership is to enable not to manage
  32. Kooperationen
  33. Unternehmenskultur als Differenzierungsmerkmal
  34. Empowerment
  35. HR als strategischer Partner
  36. Talentmapping
  37. Demografischer Wandel
  38. Weg mit dem Sicherheitsdenken
  39. Befristete Arbeitsverträge
  40. Sabbaticals
  41. Lebenslanges Lernen
  42. Netzwerken
  43. Wert “Human Capital” entdecken
  44. Mobilität
  45. Motivierendes Arbeitsumfeld
  46. war for Talents
  47. Arbeitgeberattraktivität
  48. Globalisierung
  49. Work-Life-Balance?!
  50. Frauen – bereit für die Karriere?!

3. Februar 2012   Keine Kommentare - 50 Wörter neue Arbeit, Neue Karriere - Permalink
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Falsch! 3 fundamentale Karriere-Denkfehler

Nummer 1

  • Sie denken: Ich muss mich möglichst früh spezialisieren, um schnell in den Beruf einzusteigen.
  • Indes: Wer erst mal Breitenwissen erwirbt, ist später flexibler.

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11. Januar 2012   1 Kommentar - Karrieremachen - Permalink
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Wir- und Ich-Kulturen: Warum Holländer so nette Leute und Deutsche oft Karriereautisten sind

Das Wetter allein kann der Grund nicht sein. Warum liegt der Quotient für die berufliche Zufriedenheit in Holland bei 80, in Deutschland aber nur bei 64% – und damit am Ende der europäischen Skala? Diese Frage stellte ich mir beim Blick auf eine neue Studie von Linkedin.com, aufbereitet unter anderem bei Media-Treff. Ist es die Gute-Laune-Mentalität? Bekommen wir hierzulande doch leicht den Eindruck, unser Nachbarland bestünde nur aus jederzeit fröhlichen Holländern wie Linda de Mol oder Sylvie van der Vaart?

Der Dieter als Holländer

Kann sich jemand Dieter Bohlen als Holländer vorstellen? Eher nicht: Seine Scherze verlören schon durch den Dialekt an Schärfe. Diese Schärfe, meist über die Grenzen des guten Geschmacks hinausschießend und jenseits eines weisen Lebens-Sarkasmus liegend, ist sehr deutsch.  Möglicherweise ein Grund dafür, dass unser Humor, der sich auch im bitterbösen Stefan Raab spiegelt, kein mediales Exportgut ist.

Berufsoptimisten versus Zweifler

Doch was hat das jetzt mit der Realität im Arbeitsleben zu tun? Ich behaupte: Eine Menge.  In den letzten Jahren beriet ich einige niederländische Kunden, die in deutschen Firmen arbeiteten; und umgekehrt. Ich hatte nie so viel Freude wie mit den Niederländern. Sie waren immer optimistisch, immer offen, immer positiv und begeistert dabei, Tipps anzunehmen (während Deutsche gerne alles in Frage stellen: “geht das? wirklich? mein Freund sagt…”).

Arbeiteten sie in deutschen Firmen, klagten sie öfter über Anpassungsschwierigkeiten. Schon in den Vorstellungsgesprächen war Verständigung nicht nur eine sprachliche Frage. Das fröhliche „Wir“ und die legere Haltung (von der Körperhaltung zum Outfit) irritiert den bisweilen stocksteifen Deutschen.

Ein Lob auf das WIR

Holland und Deutschland – beides sind individualistische West-Kulturen. Doch: Während den Niederländer ein offenes und fröhliches Wesen kennzeichnet, der seinen Individualismus auch mit anderen ausleben kann (siehe Sylvie), ist der Deutsche bisweilen durch eine Betonung des “Ich” in Abgrenzung zum Wir geprägt (Vetorecht Bohlen bei Das Supertalent). Unter Teamarbeit versteht er gemeinsame Kantinenbesuche, bei denen zwei über einen Kollegen lästern. Der Glauben, dass die Unternehmen von Teams sprechen, aber in Wahrheit strebsame Karriereautisten nach oben beförderten, hält sich in deutschen Landen beharrlich. Die Job-Anforderung Teamfähigkeit, ist in 90% aller deutschen Anzeigen ein Platzhalter für das große weite Nichts an Bedeutung. Das erschüttert gerade junge Berufseinsteiger, die sich bei der Formulierung ihrer Anschreiben noch den Kopf darüber zerbrechen, wie sie ihre Wir-Orientierung verbal beweisen können.

Hilfe, Karriereautisten

Jüngere Leute, die überall vom Wandel der Arbeitswelt lesen, stellen sich selbst mehr vom Berufsleben vor, als sich älteren Kollegen unterzuordnen, deren Karriereanker „Sicherheit“ lautet, was mehr oder weniger automatisch zu einem Dienst nach Vorschrift-Verhalten führt und in einen offensichtlichen Karriereautismus führt. Auch bei denen, die Karriere machen mit Besitzstandswahren verwechseln.

Entsetzt stellt die durch Projektarbeit geprägte Jugend fest, dass in deutschen Firmen die Karriereautisten-Strategie „Informationen abschotten“ eine bewährte  und höchstoberst gedeckte Methode ist. Austausch und Miteinander: da reden wir drüber, wenn die Personalabteilung zuguckt – aber unter uns ist das unerwünscht. Gleichzeitig herrscht in der konservativen deutschen Normalfirma das typisch westliche Gleichheitsdenken: Hierarchien sind da, aber akzeptiert sind die Oberen nicht. Das erlaubt es jedem, Vorgesetzte insgeheim für blöd zu halten und die Entscheidungen von oben für bekloppt.

Gegen die Obrigkeit

Die Ursache für dieses Verhalten mag auf eine heidnische Prägung und den germanischen und gallischen Kampf gegen die Obrigkeit der Römer zurückzuführen sein. Der Schlaue, siehe Asterix, ist immer ein Underdog. Sein Glaubenssatz: “Cheffe muss es formaltechnisch geben, aber ich weiß es im Grunde besser.”

Das Einzelkämpfertum allerdings kann nicht allein auf die Germanen zurückzuführen sein. Ich sehe es als die Folge einer jahrelangen Frontalkultur, deren schicksalshafter Lauf in der bundesdeutschen  Schule, und hier vor allem im bundesdeutschen Gymnasium begann. Insofern dürfte ordentlich Wind in die Unternehmen kommen, wenn die Teamlerner, die derzeit an Schulen und Unis großwerden, in die Unternehmen kommen.  Beim letzten Elternsprechtag konnte ich an so einer ollen staatlichen Schule live bewundern, was Stationenlernen heißt: Lehrer go home. Chef go home – eine logische Konsequenz, mit der sich deutsche Firmen wohl ebenso bald auseinandersetzen müssen wie mit der Forderung nach echter Gemeinschaft statt Lästerrunde.

Alt auf neu

Viel Unzufriedenheit entsteht gerade in traditionellen deutschen  Unternehmen, weil alt auf neu trifft. Der Kontrast ist in Deutschland größer als bei unseren Nachbarn, weil es bei uns immer schon weniger „wir“ und mehr „ich“ gab. Die konkurrenzorientierte Ich-Kultur ist eine des Informationsverdeckens, Ellenbogenboxens, Selbstdarstellens und ständigen Suchens nach dem eigenen Vorteil. Als Leistungsaffinität interpretieren das einige. „Wir-Kulturen“ wie die holländische sind keineswegs weniger leistungsorientiert, aber messen im Unterschied zu uns den Erfolg auch am gemeinsamen Ergebnis. Das führt möglicherweise direkt dazu, dass sich die Menschen wohler fühlen – und beruflich glücklicher sind. Und jetzt raten Sie mal, wer zufriedener mit seinem Leben ist: Sylvie van der Vaart oder Dieter Bohlen?

20. November 2011   4 Kommentare - Karrieremachen - Permalink
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