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Der neue Trend zum Rausschmiss: (R) aus die Maus

Es wird mehr rausgeschmissen. Nicht die wirtschaftliche Lage ist schuld, nein:  mangelnde Leistung der Arbeitnehmer. Oder das, was manche Chefs für mangelnde Leistung halten.  Und das ist einigermaßen subjektiv.

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27. Oktober 2011   9 Kommentare - Karrieremachen - Permalink
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Sie glauben doch nicht, dass wir 300 Bewerbungen lesen?

Ach, Fachkräftemangel. Wenn er doch nur auch diejenigen erreichen würde, die keinen Ingenieurstitel haben, PR- und Marketingleute zum Beispiel, auch Journalisten. Diesen passieren auch in Boomzeiten allerlei kuriose Dinge:

- Eine Hamburger Tourismusfirma schickte 283 Absagen im CC: an ihre Bewerber. Dabei wurde ein männlicher Ansprechpartner genannt. Jeder konnte sehen, wer sich sonst noch beworben hat.

- Ein Logistikunternehmen: Mein Kunde wagte anzufragen, wann er denn mit einer Reaktion rechnen könnte. “Gar nicht”, antwortete man dort. “Wir haben 300 Bewerbungen bekommen, Sie glauben doch nicht, dass wir die alle lesen!”

- Ein Unternehmen schickte dem falschen Kandidaten den Arbeitsvertrag und ließ ihn unterzeichnen. Erst eine Woche später kam der Irrtum raus. Aufklären wollte ihn keiner mehr – zu peinlich. Da beschäftigte man doch lieber jemand, der eigentlich auf  Stapel B (Absage schicken) gelegen hatte.

Der Bewerber als Kunde? Als gesuchte und umgarnte Fachkraft? Von wegen. Das alles (und mehr) fällt unter die Kategorie “schlampige Personalabteilung”. Die gab es schon immer. 1993 bekam ich von einem  großen Leverkusener Konzern ein Absageschreiben, in dem ich “Herr Hofert” genannt wurde. Nach einer “umfassenden und eingehenden” Prüfung der Unterlagen hätte man sich für einen anderen Kandidaten entschieden. Ich schrieb zurück, dass der Check so eingehend nicht habe sein können, weil sonst aufgefallen sein müsste, dass die Bewerberin eine Frau ist… Heute haben die kleinen und großen Schlampereien der Personalabteilungen (oder abgeordneter Praktikanten) leider sehr viel mehr Publikum. 283 Bewerber werden “not amused” sein, der Imageschaden dürfte beträchtlich sein.

11. November 2010   3 Kommentare - Neue Karriere - Permalink
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Darf ich diesen blöden Job kündigen?

Verkraftet mein Lebenslauf eine Kündigung? Darf ich aufhören, wenn ich es in meinem Job ganz schrecklich finde? Wenn der Chef sich nicht bessert? Die Aufgaben greulich sind, unter- oder überfordernd? Diese Frage gehört zu den häufigsten – und möglicherweise hat sie sich auch Ole von Beust gestellt.

Ich frage dann immer, was schlimmstenfalls passieren würde und spiele die Szenarien mit meinen Kunden durch. Würden Sie es aushalten, wenn Personaler Sie deshalb befragen, vielleicht sogar  spitze Bemerkungen machen? Oder dumme Sprüche von besserwisserischen Bekannten und Familienmitgliedern? („Wie konntest Du – in diesen Zeiten!“) Halten Sie Absagen aus? Sehen Sie für sich selbst genügend berufliche Alternativen?

Wenn nach Abwägung aller Pros und Cons, es attraktiver – und gesünder  – scheint, den Arbeitsplatz zu verlassen , wenn Sie sich zutrauen, überzeugende Strategien fürs Vorstellungsgespräch zu erarbeiten – dann spricht nichts dafür, an etwa festzuhalten, was für einen selbst nicht gut ist.

Es gibt nur eine Regel: Der Lebenslauf verkraftet alles, hinter dem Sie selbst stehen und was Sie selbst begründen können.

20. Juli 2010   1 Kommentar - Karrieremachen, Neue Karriere - Permalink
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