Kolumnen zu Karriere, Führung und Entwicklung

Bewerbertraum: Vollbeschäftigung

Von | 2008-04-02T21:26:18+00:00 2. April 2008|

Manche Meldungen lassen mich doch staunen, wie z.B. dieser. Hier
in Kurzform, der Erkenntnisgewinn aus diesem Artikel

  • Bundeswirtschaftsminister Glos (CSU) sieht täglich 1400 neue Arbeitsplätze, möchte aber keine Mindestlöhne, da die diese Arbeitsplätze wieder vernichten
  • Arbeitgeberpräsident Hundt bejubelt die Auswirkungen der Agenda 2010 als äußerst positiv für eine mögliche Vollbeschäftigung, warnt aber vor der Linkspartei
  • Michael Sommer (DGB-Vorsitzender) erklärt, dass eine Vollbeschäftigung mit Investitionen in Bildung, Forschung und Umwelt gelingen könnte, auf gar keinen Fall jedoch mit der Politik der Agenda 2010.
  • Bert Rürup, Vorsitzender der Wirtschaftsweisen hält eine Vollbeschäftigung für möglich, mittelfristig könne eine Arbeitslosenquote von 3-4% erreicht werden.
  • Bischof Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, beschränkt seinen Glauben offenbar eher auf kirchliche Angelegenheiten, denn an eine Gesellschaft ohne Arbeitslosigkeit glaubt er nicht.

Es scheint alles eine Frage des Blickwinkes zu sein…. 

Die Arbeitsagentur erklärt in ihrer aktuellen
Veröffentlichung
, dass im März 2008 die Arbeitslosenquote bei 8,4% liegt.
Das bedeutet, dass die Quote gesunken ist. Es wird allerdings auch lapidar
angemerkt: „Ein Rückgang in diesem Monat ist wegen der einsetzenden
Frühjahrsbelebung üblich. Die aktuelle Abnahme ist etwas schwächer als im
vergangenen Jahr, bei vergleichbaren Rahmenbedingungen.“ 

Aber es hat sich doch wenigstens ganz gut angefühlt, als man
das Schlagwort „Vollbeschäftigung“ in den Schlagzeilen las. Und vielleicht ist
das ja schon der einzige logisch nachvollziehbare Grund für den ganzen
Aufstand. 

Sabine Korndörfer

Ungefähr 35,4 Bücher geschrieben, einige Bestseller und Standardwerke, 5002 Kunden ist untertrieben, ein halbes Leben Coaching Beratung, Ausbildung nicht. Viele Menschen weitergebracht, Neues entwickelt. Analytisch, äußerst intuitiv, hohe Komplexitätsakzeptanz; bei aller Menschenliebe mit Blick fürs Unternehmerische, für Talente, Visionen, Strategien. Einige nennen mich visionär, querdenkerisch, andere pragmatisch und bodenständig. Am Ende gilt beides? Biografie | Unternehmen

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