Kolumnen zu Karriere, Führung und Entwicklung

Was für ein Persönlichkeitstyp ist der Weihnachtsmann?

Von | 2009-12-23T19:27:37+00:00 23. Dezember 2009|

Es gibt nur wenige Angestellte und Freiberufler, die das ganze Jahr auf einen großen Tag hinarbeiten. Der Weihnachtsmann und das Christkind gehören dazu. (Da ich aus dem Norden schreibe, verzichte ich im Folgenden, Katholikin und Frauenquote hin oder her, auf das Christkind). Alles für den einen großen Tag: Um seine Motivation das ganze Jahr über aufrecht zu halten, muss er ein ganz schön gewissenhafter und selbstmotivierter Planer sein. Jedenfalls habe ich noch kein Buch entdeckt, in dem der Weihnachtsmann auf den letzten Drücker seinen Schlitten packt.

Nein, alles ist immer geplant von langer Hand.  Der Weihnachtsmann muss eine ausgeprägte "Ordnung" besitzen, im Sinne der Motive von Steven Reiss. Dabei braucht er nicht mal einen Chef, der ihm Ziele setzt. Offensichtlich ist er im Geiste ein selbstständiger Unternehmer in einer Art Handelsvertreterstatus. Denn er agiert aus einer unternehmerischen Luxussituation: Vom Himmel hat er Gebietsschutz erhalten und muss sich deshalb nicht gegen Konkurrenz durchsetzen. Doch auch ohne Wettbewerb ist er Kundenorientiert und richtet sich konsequent an den Bedürfnissen und Wünschen seiner Kunden (Kinder) aus, fragt diese mit dem Wunschzettel sogar detailliert ab. Wie perfekt er seine Logistik plant, beweist die Tatsache, dass um 18 Uhr am heiligen Abend überall die Geschenke unterm Baum liegen. Würde ich mit dem Weihnachtsmann als zertifizierte Master-Trainerin für die Reiss-Profile einen Test machen, käme vermutlich heraus:

  • Macht hoch (grün), schließlich muss er sein Team rumkommandieren, Einfluss haben und Entscheidungen treffen
  • Anerkennung hoch, denn er braucht das Feedback glücklicher Kinder als Existenzberechtigung
  • Ziel- und Zweckorientierung niedrig, denn ein guter Weihnachtsmann ist Altru- und kein Egoist
  • Idealismus hoch. Als Humanist will er die Welt verbessern
  • Rache/Kampf niedrig, denn Streit liegt ihm gar nicht
  • Essen hoch, denn mit dem dicken Bauch ist er ein Genussmensch
  • Körperliche Aktivität: niedrig, denn auf den Bildern lässt er sich immer von den Rentieren ziehen, der Faulpelz
  • Emotionale Ruhe hoch, denn der Weihnachtsmann will Sicherheit und sicher kein Abenteuer

Zollen wir dem Weihnachtsmann also die Anerkennung, die ihn motiviert, vermeiden wir Streit (den er nicht mag) und denken wir ein wenig altruistisch und idealistisch wie er. Dann klappt s auch am heiligen Abend.

Ungefähr 35,4 Bücher geschrieben, einige Bestseller und Standardwerke, 5002 Kunden ist untertrieben, ein halbes Leben Coaching Beratung, Ausbildung nicht. Viele Menschen weitergebracht, Neues entwickelt. Analytisch, äußerst intuitiv, hohe Komplexitätsakzeptanz; bei aller Menschenliebe mit Blick fürs Unternehmerische, für Talente, Visionen, Strategien. Einige nennen mich visionär, querdenkerisch, andere pragmatisch und bodenständig. Am Ende gilt beides? Biografie | Unternehmen

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