Wahrscheinlich wollen Sie nicht mit einem Angestellten tauschen. Trotzdem gibt es immer wieder kleine Ärgernisse, die einem das Dasein als Selbstständiger, mit und ohne Mitarbeitern, vermiesen. Ganz oben auf der Liste steht das liebe Geld. Es kommt zu wenig oder zu unregelmäßig oder bietet nicht genug Puffer für Wachstum. Deshalb habe ich eine kleine Checkliste mit Fragen vorbereitet, die Ihnen hilft, über das Optimierungspotenzial in Ihrer Honorargestaltung nachzudenken.

1. Ist der Stunden- oder Tagessatz zu niedrig?


2. Berechnen Sie vielleicht nicht alles, was Sie berechnen müssten? (z.B . Telefonate)

3. Gibt es andere Honorarmodelle, die attraktiver sind und besser zu Ihrer Arbeit passen?

Tages- und Stundensätze sind super für Menschen, die langsam arbeiten oder zumindest mittelschnell. Schnelligkeit hingegen wird damit bestraft. Hier könnte es sinnvoll sein, zu einer Pauschale zu greifen. Der Kunde findet das oft gut. Teilweise bietet sich auch so etwas wie eine Standby-Betreuung an, also eine Pauschale dafür, dass Sie Ansprechpartner sind, Fragen beantworten, für ein Unternehmen da sind – etwa im PR-Bereich.

4. Können Sie verschiedene Honorarhöhen einführen?

Manche Solounternehmer üben verschiedene Tätigkeiten aus, die in einem größeren Unternehmen auch unterschiedlich bezahlt würden. Das Texten hat einen höheren Wert als das Korrigieren, das Organisieren ist wertvoller als das Administrieren, das Beraten kostet mehr als das Informieren, die kreative Ideenfindung ist teurer als die Reinzeichnung. Allerdings dürfen Sie nicht denselben Kunden mit zu vielen unterschiedlichen Honorarsätzen verwirren. Weiterhin ist es psychologisch sinnvoll, wenn Honorarsätze nicht meilenweit auseinander liegen. Wenn Sie sowohl die kreative Ideenfindung als auch das Korrektorat übernehmen, kann das über kurz oder lang unglaubwürdig wirken. Konzentrieren sich dann besser auf teurere Jobs und geben Sie die preiswerten an Subunternehmer heraus.

5. Sie sind zwar zufrieden, aber irgendwas stimmt noch nicht…?


Viele Tipps und wahre Geschichten aus meiner Erfahrungsschatzkiste rund um „mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben“ finden Sie in meinem morgen erscheinendem „Survival Guide für Selbstständige“. Ein kleines schnelles Buch, das mein Ende September bei Gabal erscheinendes Werk „Das Slow-Grow-Prinzip“ bestens ergänzt. Gern schon mal vorbestellen.