Kolumnen zu Karriere, Führung und Entwicklung

Last Exit: Wenn Selbstständige nach einer Festanstellung suchen

Von | 2012-02-10T09:56:06+00:00 9. Februar 2012|

Hannes war sein ganzes Leben selbstständig. Er ist da mehr zufällig reingerutscht nach dem Studium und dann 20 Jahre in seiner kleinen Agentur geblieben. Es lief meist ganz gut, jetzt wird es mühsam. Hannes will zurück in eine Festanstellung. Georg war auch immer schon ein Unternehmer. Er hat sein Lebtag in der Familiengaststätte mit angepackt. Das hat er gar nicht hinterfragt. Bis es mal schlechter lief.

Für die Mehrzahl der Menschen ist eine Existenz als Selbstständiger oder Unternehmer ein schöner Traum, der aus finanziellen Gründen und mangels Erfahrung erst in späteren Jahren in Erfüllung gehen kann. Es gibt aber auch eine Reihe von Selbstständigen, die nichts anderes kennen als die Arbeit auf eigene Rechnung. Vielleicht haben sie vor zwanzig Jahren mal eine Lehre gemacht oder studiert, aber die Jahre der Selbstständigkeit überwiegen die in Festanstellung bei weitem.

In diesem Beitrag stelle ich die typischen Probleme beim Weg aus der Selbstständigkeit vor – und wie Aussteiger-Selbstständige damit umgehen.

Keine Vorstellung, wie es wirklich ist

Komischerweise ist für viele Aussteiger-Selbstständige die Festanstellung kein  Traum. „Zurück“ treiben weniger Vorstellungen von Selbstverwirklichung als vielmehr pragmatische Gründe, teils  die nackte ökonomische Not, teils die Erkenntnis, dass einem früher Aufträge zugefallen ist, man aber im Grunde doch kein Unternehmertyp ist.  Umgekehrt ist das nicht so – was dafür spricht, das Selbstständigkeit offensichtlich eher dem Ideal eines selbstbestimmten Lebens nahekommt als eine feste Anstellung. Manche Ewig-Selbstständige sagen auch ganz offen, dass sie gar nicht wissen, wie sich das Angestelltsein anfühlt und deshalb auch gar keine Vorstellung davon hätten.

Hannes hat eine kleine Eventagentur betrieben. Er war gewohnt viel zu arbeiten, rund um die Uhr. Planen, koordinieren, anpacken, entscheiden am Laufenden Band. Mit einer Handvoll freier Mitarbeiter machte er in guten Zeiten 200.000 EUR Umsatz und 100.000 EUR Gewinn. Als Angestellter müsste er vermutlich mit kaum 50.000 EUR Gehalt vorlieb nehmen.  Viele wissen nicht, wie wenig in manchen Jobs bezahlt wird. Und wenn sie es erfahren, verliert die Festanstellung schlagartig jeden Reiz. Realitychecking ist deshalb unbedingt angesagt.

Unterschätzen der eigenen Fähigkeit, sich unterzuordnen

Machen wir uns nichts vor: Je länger Sie selbst das Kommando hatten, desto schwerer werden Sie es jemand anderem überlassen. Nehmen wir noch mal das Beispiel des Eventmanagers. Marketingleiter kann er nicht werden, da er keine übergeordneten oder gar strategischen Marketingerfahrungen hat. Leiter von Eventabteilungen aber gibt es kaum. Für Agenturen ist er zu alt. Heißt: Es kann nur eine normale Angestelltenposition ansteuern, und da wird er  einen Chef haben. Mir ist jemand bekannt,  der diese ungewohnte Chef-Situation genau drei Tage ausgehalten hat (und seitdem wieder selbstständig ist). Die Vorbehalte von Firmen gegenüber Bewerbungen von ausstiegswilligen Selbstständigen sind deshalb oft gar nicht so falsch. Arbeitgeber denken bei der Sichtung von Selbstständigen-Unterlagen z.B., dass so jemand nicht lange im Unternehmen bleiben wird und laden deshalb nicht ein. Man könnte nun über die arrogante Arbeitgeberhaltung schimpfen…. doch die Vorbehalte sind eben manchmal – nicht immer – wirklich angebracht. Auch das fällt unter Realitychecking: Bin ich die richtige Persönlichkeit für die gewünschte Anstellung? Ziele ich mit meiner Bewerbung auf die richtige Hierarchieebene? Oft wäre höher anzusetzen, als der Selbstständige es für sich sieht, also bei einer Führungsposition. Auch im Sales-Bereich besteht mehr Offenheit gegenüber Ex-Selbstständigen. Denken Sie auch an Handelsvertretung oder Franchising.

Keine Standardkenntnisse

Heute können manche 18jährige schon mit Excel umgehen, Bilder bearbeiten, PDFs erstellen etc. Selbstständige mit einer langen Karriere, die NICHT aus dem IT-Bereich stammen, haben sich nicht selten so durchs Computerleben gemogelt. Keine Zeit für Weiterbildungen, auch keine Notwendigkeit gesehen. Büroarbeit, die heute eben auf allen Ebenen dazu gehört, ist nie richtig gelernt worden, sondern man hat sich die Handgriffe selbst beigebracht,  ging meist die umständlichen Wege, eventuell (nicht immer, aber realistisch prüfen!) besteht ein niedriger Professionalisierungsgrad.

Wir bekommen manchmal Lebensläufe von Selbstständigen auf Jobsuche, die erkennen lassen, dass da zum Beispiel jemand nicht mit Tabulatoren umgehen kann, die Abstände noch mit Leertasten zaubert oder PDFs mit 20 MB erstellt. Auch das Englische ist oft nicht auf dem Niveau, das Firmen heute von Bewerbern erwarten. Ich erlebe, dass viele Aussteiger-Selbstständige das nicht einschätzen können. Ein realistischer Kompetenzencheck muss sein – an einem Investment in Weiterbildung geht oft gar kein Weg vorbei.

Keine Geduld

„Ich brauche den Job in sechs Wochen.“ Manche Aussteiger-Selbstständige stellen sich das unheimlich leicht vor. Sie haben von der derzeit niedrigen Arbeitslosigkeit und dem Fachkräftemangel gehört und denken, es gäbe ein Job-Paradies. Das ist natürlich nicht so. Und Kusshände bekommen Ex-Selbstständige auch nicht zugeworfen. Im Gegenteil: Sie müssen sich ganz schön erklären.  Arbeitgeber spüren Halbherzigkeit.Ich verstehe hier wiederum die Einstellenden – Sie haben mit ihrem Misstrauen einfach öfter mal recht. Fragen Sie sich als Selbstständiger, der in die Festanstellung möchte: Ist es das, was Sie wirklich wollen? Dann werden Sie auch Opfer in Kauf nehmen wie etwa den We g über eine nun mal oft teure Weiterbildung. Kein Geld vorhanden, höre ich manchmal von denen, die NICHT wirklich wollen. Selten stimmt das, wenn der Antrieb groß genug ist. Irgendwo in der Familie und im Bekanntenkreis lässt sich immer Geld finden oder leihen. Und wenn nicht, und das Einkommen auf Null steht oder knapp darüber, gäbe es auch noch Hartz IV, einfach für den Übergang. Die Aussichten dann eine Weiterbildung vom Staat gesponsert zu bekommen, sind ziemlich gut.

Das Gesagte gilt nicht für alle Selbstständige. Überall wo Sie sehr stark in Unternehmensprozesse eingebunden sind, etwa als IT-Freelancer, sind Wechsel zwischen Anstellung und Selbstständigkeit ungleich einfacher. Nichtsdestotrotz gilt auch hier: Wer mehr als 10 Jahre eigenverantwortlich gearbeitet hat, wird sich schwer umorientieren. Stellen Sie sich mal vor, Sie leben in einer Wohnung mit 200 Quadratmetern – es wird Ihnen nicht leicht fallen, zurück auf 50 zu gehen. Das ist mehr als Gewöhnungssache.

Ungefähr 35,4 Bücher geschrieben, einige Bestseller und Standardwerke, 5002 Kunden ist untertrieben, ein halbes Leben Coaching Beratung, Ausbildung nicht. Viele Menschen weitergebracht, Neues entwickelt. Analytisch, äußerst intuitiv, hohe Komplexitätsakzeptanz; bei aller Menschenliebe mit Blick fürs Unternehmerische, für Talente, Visionen, Strategien. Einige nennen mich visionär, querdenkerisch, andere pragmatisch und bodenständig. Am Ende gilt beides? Biografie | Unternehmen

30 Kommentare

  1. Thomas Hochgeschurtz 9. Februar 2012 at 16:50 - Antwort

    20 Jahre selbständig und dann als Angestellter arbeiten? Als Firma würde ich dieses Risiko nicht gehen. Wenn die Fähigkeiten zum Überleben als Selbständiger nicht reichen, warum soll ich mir als Firma den Balast dann ans Bein binden?

    • Heiko Frerichs 5. August 2014 at 20:13 - Antwort

      Die Gründe, weshalb jemand in eine Festanstellung wechseln möchte, sind nicht immer auf mangelnde fachliche Fähigkeiten zurückzuführen, sondern hängen manchmal – so wie von Frau Hofert beschrieben – damit zusammen, dass man z.B. in der Kalt-Akquise Schwächen hat, man unternehmerische Fehler gemacht hat oder schlicht keine Lust mehr hat. Es ist scheinbar ein sehr deutsches Phänomen, dass die Durchlässigkeit zwischen den Systemen so schwierig ist. Man kann einem Menschen jedes Versagen ankreiden und alles in ein schlechtes Licht rücken. Ich sehe es etwas anders als Frau Hofert: Viele ehemalige Selbständige verfügen gerade über die Kompetenzen, die in HR-Fachmagazinen und Büchern als Zuklunftstreiber propagiert werden: Sie haben in der Regel (Ausnahmen gibt es imme) gelernt zu verkaufen, mussten sich jeden Tag in den Arsch treten und selbst organisieren. Sie mussten unternehmerisch denken, dazu gehört z.B. ein verantwortungsvoller, optimaler Ressouceneinsatz. Die Gleichgültigkeit, die ich von Freunden, die in festen Anstellungen arbeiten, zu hören bekomme, müsste jeden Abeitgeber schockieren, aber man kann sich in großen Systemen eben gut verstecken. Ich wünschte mir von Frau Hofert eine kritischere Stellungnahmen in Richtung Personaler. Da herrscht viel Schmalspurdenke, das ist sicher auch ein grund, weshalb gem. einer aktuellen Kienbaum-Studie Personalabteilungen ein eher schlechtes Image haben, sogar in ihrem eigenen Unternehmen. Man kann da leider nicht viel dran ändern.

    • R_T 23. November 2015 at 17:02 - Antwort

      Ich denke die Freiberufler können viel Potenzial und Erfahrung in den Unternehmen reinbringen und aus vor allem sie betrachten das Geschehen aus anderen Perspektiven.

  2. Christian 9. Februar 2012 at 18:24 - Antwort

    Die 18-jährigen in meiner Umgebung halten Facebook-Schreiben für IT-Kenntnisse und Excel für eine Programmiersprache. (Die sie nicht beherrschen) Wenn in ihrer Umgebung andere 18-jährige vorherrschen sollten, würde ich mich über Kontakte freuen, ich würde nämlich gerne einen oder zwei Azubis einstellen. Voraussetzung: Englisch, Mathe, logisches Denken, ordentliche Arbeitsweise, Pünktlichkeit. Damit fallen 98 von 100 meiner Bewerber raus. Ich würde auch einen ehemals Selbständigen einstellen, wenn der Mensch qualifiziert ist.

    Auch die Manager kommen bei mir nicht so gut weg wie bei ihnen. Gerade Führungskräfte in IT-Unternehmen haben oft eine erschreckend geringe Medienkompetenz. Gut möglich, dass sie da mit ihrem Tipp „Tabulator statt Leerzeichen“ noch neues Wissen vermitteln können. 😉

    Was mich jedoch stört, ist die unterschwellige Behauptung, bei selbständigen Einzelunternehmern würde es sich um Menschen handeln, die aufgrund mangelnder Qualifikation schlicht nicht einstellungsfähig sind und sich nur durch Glück eine Weile durchmogeln konnten, bis irgendwann die Glückssträhne reisst. Ist das nicht arg plakativ?

    Nieten gibt es überall. Wer 20 Jahre lang für seinen Lebensunterhalt selbst sorgen konnte, kann nicht alles falsch gemacht haben.

    • Heiko Frerichs 5. August 2014 at 20:15 - Antwort

      Prima, diese differenzierte Sichtweise. Danke für diesen Beitrag.

  3. Svenja Hofert 9. Februar 2012 at 18:30 - Antwort

    Hallo Christian, ganz so plakativ wie anscheinend angekommen, ist es nicht gemeint. Man muss sich anschauen, um welche Bereiche es geht und wie lange jemand selbstständig ist. Mir sind durchaus Beispiele bekannt, in denen so ein Wechsel geklappt hat, z.B. bei sehr angestelltennahen Tätigkeiten, etwa im IT-Bereich. In meinem Beitrag ist beschrieben, warum er manchmal eben nicht funktioiert. Letztendlich würde ich aber stets den Einzelfall betrachten @thomashochgeschurtz … diese Haltung haben eben viele: Sie ist manchmal richtig, aber eben nicht immer. LG Svenja Hofert

  4. Jürgen Auer 9. Februar 2012 at 19:00 - Antwort

    Hallo Frau Hofert,

    bei Xing-Profilen finde ich das immer so verblüffend: Wenn Leute selbständig sind und dann rechts sowohl „Neugeschäft und Aufträge generieren“ als auch „An Karrierechancen interessiert“ steht.

    Oder nur die Karrierechancen. Das wirkt wie ein Selbständiger auf dem Absprung. Warum soll man diesen noch beauftragen?

    Viele Grüße
    Jürgen Auer

  5. Svenja Hofert 10. Februar 2012 at 09:58 - Antwort

    Ja, das sehe ich wie Sie, Herr Auer. Man muss sich entscheiden. Entweder oder ist wirklich nur da zulässig, wo es aufgrund der Projektorientierung wirklich kaum einen Unterschied macht. Sonst muss man sich commiten und entscheiden, was man wirklich will. Ich stelle niemand ein, der unentschlossen ist 😉 LG Svenja Hofert

  6. MiuSuCo 10. Februar 2012 at 22:09 - Antwort

    Lieber Herr Auer, liebe Frau Hofert,
    Xing-Profile sind schwierig zu bewerten, finde ich – aber eines sind sie im Fall von Selbständigen – Jobsuchenden immer: meist Kontakt- und Plattform sowohl für die Selbständigkeit als auch für die Entdeckung neuer Chancen. Solange jemand diese noch nicht hat – gerade wenn derjenige vielleicht gerne in eine Festanstellung kommen möchte – ist es vielleicht auch nicht gut, das Profil ganz darauf abzustellen: denn sonst suchen sich die bisherigen Partner/Auftraggeber vielleicht vorsichtshalber auch schon mal jemanden anderen, bevor überhaupt etwas richtig in Gang gekommen ist.
    Und: kommt sich ein Mensch, der auf der suche ist, da nicht ein bischen „Datenlastig“ und zu unpersönlich betrachtet vor?… Mir fehlt da die Einschätzung aufgrund des Kennelernens – und das geht wohl eher nur im direkten Gespräch und nicht über Papier und Co.

  7. Katharina Sevic 27. März 2012 at 12:01 - Antwort

    Liebe Frau Hofert,

    meine Stirn zog sich beim Lesen Ihres Artikels in Falten.

    Finden Sie ihn nicht ein wenig einseitig? Was ist mit dem unternehmerischen Denken, dem Organisationsmanagement und dem Allround-Talent eines Selbständigen/Freiberuflers? Warum beleuchten Sie ausschließlich nur die „schlechten“ Eigeneschaften eines Selbständigen?

    Ich frage mich, welchen Zweck Sie mit dem Artikel verfolgen und warum – sorry, aber so klingt es in meinen Ohren – Sie auf den Selbständigen herumhacken und Ihnen das Gefühl geben, zu schlecht ausgebildet, zu wenig flexibel und zu naiv für eine Angestelltenposition zu sein. Fast habe ich den Eindruck, Sie wollten den Selbständigen sagen: „Bleibt bloß weg, Ihr könnt eh nicht mithalten“.

    Schade, der Artikel hätte mit einer zweiten Sicht der Dinge wirklich interessant sein können. Natürlich werden Ex-Selbständige im Angestelltenverhältnis Probleme haben, keine Frage, allerdings bin ich überzeugt, dass sie auf der anderen Seite wertvolle Eigenschaften mitbringen können, die ein Immer-schon-Angestellter nicht hat.

    Mit freundlichen Grüßen
    Katharina Sevic

    • Svenja Hofert 27. März 2012 at 12:18 - Antwort

      Hallo Frau Sevic, das ist kein Rumhacken, sondern die Darstellung EINES Aspekts von vielen. Ich bin auch eine Selbstständige, es liegt mir fern, das zu verteufeln. Im Gegenteil. Nur darf man auch nicht die Augen verschließen vor Entwicklungen in Selbstständigkeiten, die es auch gibt: Stagnation kommt vor, so wie bei Angestellten auch, ja teils noch stärker, denn anders als Angestellte müssen Selbstständige ihre Weiterbildung selbst bezahlen, was viele machen, aber einige auch nicht.
      Mein Artikel ist eine reine Zustandsbeschreibung eines Teilbereichs, für dessen Existenz ich zahlreiche Beispiele kenne. Es ist keine Erfindung und auch keine Meinung, sondern schlicht Realität. LG Svenja Hofert

  8. XXX 26. April 2013 at 11:21 - Antwort

    Ich bin gerade in der Situation, einen Übergang nach 11 Jahren Selbständigkeit in ein Angestelltenverhältnis zu suchen. Was soll ich sagen… Absage um Absage selbst bei Jobs, die sich mit meiner selbständigen Tätigkeit, meinen Berufserfahrungen, Kompetenzen und Weiterbildungen nahezu 100% decken und die ich am nächsten Tag als neue Ausschreibung irgendwo wiederfinde. Da ich Personaler bin, muß ich dazu sagen – ich habe es erwartet, denn auch ich habe viele Lebensläufe von Selbständigen kritisch beäugt – nun holt mich die Vergangenheit ein. Tja, dann werde ich wohl trotz Diploms und hochwertigen Ausbildungen im QM-Bereich als 7,50-€-Zeitarbeitshelfer enden, wenn nicht Kamerad Zufall mitspielt, denn der vielgelobten „Beziehungen“ in Unternehmen habe ich aus meiner Tätigkeit viele, aber die nützen nichts, wenn der langjährige „Lieferant von Humankapital“ selbst eine Arbeitsstelle sucht. Frustrierend.

    • Svenja Hofert 26. April 2013 at 12:13 - Antwort

      Ja, das kenne ich. gerade der Personalbereich ist hier besonders zu (da er ohnehin eher im Überangebot ist), einfacher ist die Rückkehr für ITler. Auf dem offenen Markt ist es besonders schwer, die Chance sind Kontakte – oder eine Neuorientierung in einen Bereich, in dem gerade gesucht wird LG und viel Erfolg Svenja Hofert

      • XXX 18. Juni 2015 at 13:16 - Antwort

        Update: Herr XXX, nämlich ich 🙂 ist am 01.04.14 zufällig als Angestellter in ein Landesprojekt geschlittert. Das ging genau ein Jahr, so dass ich mich ab Januar 15 wieder bewerben mußte, um nach Projektende nahtlosen Anschluß – nur diesesmal, aus einer Anstellung heraus, war der Aufwand deutlich geringer. herzliche Grüße, der angestellte Herr XXX

    • Klaus 15. Mai 2013 at 20:36 - Antwort

      Ich kann das, was Herr XXX schreibt, nur bestätigen. Meine Tätigkeit ist in der Erwachsenenbildung, als „freier Dozent“. Die BA hat viele meiner Kurse gestrichen und wird weiter streichen. Ich möchte auch zurück in das „normale“ Angestelltenverhältnis. Ich denke einmal dass meine Qualifikation (früher auch Verlag + Werbung, so richtig gelernt) jetzt nicht so schlecht ist. Aber: Absage über Absage. Nicht einmal für einfache Tätigkeiten im
      Büro reicht es mehr. Ich sehe mich auch bald als Lagerhelfer…

  9. Silke Bicker 28. April 2013 at 21:58 - Antwort

    Hallo Frau Hofert,
    nach fünf Jahren Selbständigkeit suche auch ich wieder eine feste Anstellung. Allerdings mit beiden Optionen: frei weiter arbeiten und angestellt sein – eigene Visionen frei verfolgen und anderen ebenfalls existierenden, beruflichen Interessen angestellt nachgehen. „Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust“ 😉 Und ich bin mir sicher, dass das möglich ist (Branche Landschafts- und Regionalentwicklung).

    Allerdings finde ich, wie oben in meinem „Website-Link“ angegebenen Artikel, dass auch Solo-Selbständige als Angestellte einer Firma gut dienen können. Kommt natürlich darauf an, welche Vorkenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind. Und ohne regelmäßige Weiterbildungen geht es auch nicht. Sei es durch Literatur oder Kurse oder sogar zertifizierte Lehrgänge. In Deutschland habe ich den Eindruck, dass immer alles nachweisbar sein muss: Teilnahmebescheinigungen, Referenzen, Zeugnisse, usw. Es gibt jedoch auch Erfahrungen, die nicht durch solche Dokumente nachzuweisen sind und dennoch sind sie vorhanden.

    Andererseits habe auch ich bereits Selbständige kennengelernt, die weder mit diesem noch mit einem früheren angestellten Dasein zurecht kamen: sie waren meist sehr eigen, uneinsichtig und oft mit dem „Kopf durch die Wand“ wollend.

    Ich denke, dass persönliche Gespräche zwischen Arbeitgeber und (noch / ehemals) Selbständigen deutlich mehr bringen als das alleinige Sichten von Unterlagen.

    Grüße
    Silke Bicker

    • Svenja Hofert 29. April 2013 at 11:38 - Antwort

      Hallo, danke für den Kommentar. Das ist vollkommen richtig, nur dem Verschicken (und auf der anderen Seite Sichten) von Unterlagen kommt man nicht weiter. Das Problem ist ins Gespräch zu kommen. Arbeitgeber kümmern sich viel zu wenig um Motivationen. Warum will jemand aus der Selbstständigkeit und was erhofft er sich von der Anstellung? Die Antwort „regelmäßiges Gehalt“ wird häufig kommen. Und ich halte es manchmal sogar für richtig, sie so zu geben. Wenn jemand ein regelmäßiges Gehalt will, will er das, was die meisten wollen, die sich Strukturen unterordnen – und das ist eine durchaus mitunter verlässliche Motivation. Manch Selbstständiger wird „regelmäßiges Gehalt“ sogar noch mehr wertschätzen als ewig Angestellte. LG Svenja Hofert

  10. Gerd 25. September 2013 at 13:13 - Antwort

    Hallo, Ich werde jetzt den Schritt machen
    aus der Selbstständigkeit wieder als Angestellter,
    mal sehen ob es funktioniert.
    Ich bin ins Kalte Wasser gesprungen und es war einfach zu viel.

    • Svenja Hofert 25. September 2013 at 14:28 - Antwort

      Viel Erfolg! LG Svenja Hofert

  11. Jan S. 9. Januar 2014 at 19:14 - Antwort

    Ich bin seit 21 Jahren selbstständig und habe mich mit 21 Jahren
    selbstständig gemacht (Branche Bau).In diesen 21 Jahren habe
    ich Höhen und Tiefen des Gewerbes erfahren. Es hat mir auch nie
    etwas ausgemacht länger zu arbeiten als normale angestellte Mitarbeiter. In der Spitzenzeit hatte ich 4 Mitarbeiter,davon 3 auf den Baustellen und 1 im Büro. Unsere Auftragslage ist seit Jahren sehr gut,dank der Arbeit für ein kommunales Wohnungsgesellschaft. Es ist nicht das Problem der Arbeit oder der fehlenden Aufträge was mich zu dem Entschluss treibt,die Selbstständigkeit an den Nagel zu hängen. Nein,vielmehr ist es die Zeit für die Familie,die fehlt und die ständige Bereitschaft,für Jeden allzeit bereit zu sein. Ich würde sehr gern in einem Unternehmen arbeiten, um meine Erfahrungen und Kenntnisse in diesem anwenden,nur um endlich diesem ständigem Druck zu entkommen. Auch ist der Wunsch nach Veränderung nach dieser langen Selbstständigkeit entstanden.Ich hoffe,für mich und meine Familie,das sich dieser Wunsch erfüllt.

  12. Rudolf Rosenstein 20. Januar 2014 at 20:05 - Antwort

    Ich bin nach nicht einmal 12 Jahren Selbstständigkeit und einem gut funktionierendem Unternehmen in der Systemgastronomie dermaßen „ausgebrannt“, dass ich mich nach einer neuen Tätigkeit sehne.

    Seit gut 2 Monaten versuche ich einen Job zu finden, der mich interessiert und (nebenbei) meine 5 köpfige Familie ernähren kann.

    Ich verfüge über eine fundierte gastronomische Ausbildung und habe mich über die Jahre in diverse Bereiche (Website Administration, QMS etc.) eingearbeitet. Da ich gemeinhin als futzeliger Freak gelte der alles so perfekt wie möglich haben möchte, geschah dies auch mit dem nötigen Engagement und Ehrgeiz.

    Leider hat das niemanden so wirklich interessiert, ich kassiere bis heute Absagen.

    Ich habe schließlich doch noch eine passende Funktion in einem kleinen Unternehmen gefunden. Der Ehrlichkeit halber:

    in der Gastronomie hat man täglich mit Menschen zu tun. Man kann sie kennenlernen ohne von sich selber zu viel preis zu geben. Ich habe meine Kontakte genutzt um an die entscheidende Person zu gelangen, bin ohne Lebenslauf, Bewerbung oder Zeugnisse einfach drauf los gegangen und:

    ich war nach einem 1 stündigem Gespräch Mitarbeiter diese Unternehmens mit einem anständigen Gehalt. Diese impulsive Reaktion ist dann wohl die instinktiv richtige gewesen.

    Der Entscheider war der Gründer des Unternehmens, unsere Lebensläufe gleichen sich ziemlich stark, somit konnten wir auf „Augenhöhe“ sprechen. Ich verstand was ihn bewegt, er verstand mein Anliegen sofort.

    Mein ursprüngliches Unternehmen kann ich behalten, die meiste Arbeit übernimmt meine Frau die nach 3 Kindern und 5 Jahren Hausmütterchenzeit auch wieder Lust auf Geldverdienen hat.
    Ab März bin ich angestellt, zur Zeit genieße ich den Wechsel in eine neue Lebensphase.
    Somit mal zu einer positiven Berichterstattung…;-)

  13. Michaela 20. November 2014 at 12:24 - Antwort

    Also ich würde sehr gerne noch die Chance ergreifen wieder in einer Festanstellung arbeiten zu können.

    Als Frau sieht es meistens anders aus, wenn vorher Familie gelebt wurde und man im Familienbetrieb gearbeitet hat.

    Mir ging es so ich stand mit zwei kleinen Kindern alleine da, versuchte wieder ins Berufsleben zurück zu finden leider keine Chance.

    Machte mich Selbstständig um dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen, mitlerweile sind meine Kinder fast erwachsen und ich anscheinend zu alt.

    Würde gerne im Büro arbeiten ( z.Bsp. Versicherung oder ähnliches)

    Lg
    Michaela

  14. Rufus 21. Dezember 2014 at 16:48 - Antwort

    In 30 Jahren IT-Freiberuflichkeit investiere ich täglich 3 Stunden für die Akquisition von Folgeaufträgen. Diesmal ergab sich ein Festanstellungsvertrag. Aufwendig werden jetzt die Vertragsgestaltung des Festangestellten mit der eigenen GmbH um den Vorsteuerabzug für das Eigenheim, Reisekosten etc. auch weiterhin zu sichern. Ob ich als Freiberufler für den Kunden skalve oder Lohnsklave („Karl Marx) bin, macht im täglichen Erleben keinen Unterschied. Wessen Brot ich freß, dessen Lied ich sing, als Angestellter aber mit 5 Wochen bezahltem Jahresurlaub. Unter Berücksichtigung der auftragslosen Zeiten und der AG-Anteile stehe ich als Angestellter finanziell auf gleichem Niveau. Als Selbständiger arbeitete ich selbst und ständig, als Angestellter kann ich mich endlich mal anstellen.

  15. Stephan 13. Februar 2015 at 14:50 - Antwort

    Seit 14 Jahren bin ich in 3. Generation selbstständig in einer immer schwierig werdenden Nischenbranche, in der ich gut verdienende Privatleute sowie auch in einzelnen Fällen Firmen betreue. Dabei handelt es sich um eine Branche, in der die Anbieter immer weniger werden und die Lieferanten stehen wirtschaftlich nicht gut da.
    Mit meiner Firma habe ich mich vor 3 Jahren kleiner gesetzt und arbeite inzwischen ohne Angestellte.
    Jetzt habe ich mich entschlossen aus der Selbstständigkeit raus zu gehen. Zum einen habe ich keine Lust mehr ganz alleine zu Arbeiten und mich um alles zu kümmern wie Buchführung, Akquise, Handwerk, Fegen, Auftragsbearbeitung etc. und zum anderen möchte ich mehr wirtschaftliche Sicherheit.
    Mein Einkommen in der Selbstständigkeit ist sehr stark schwankend.
    Für mich kommt bei einer Festanstellung nur etwas als Quereinsteiger in Frage.
    Kennt jemand eine Beratungsstelle, die einem in meiner Situation helfen kann?

  16. Andreas Schwarz 23. Juni 2015 at 08:52 - Antwort

    Hallo Frau Hofert, hallo liebe Blog-Leser,

    ich suche zurzeit mehrere neue Kollegen zur Festanstellung im Java-Bereich.

    Dabei setze ich auch gezielt auf Freiberufler, die eine Festanstellung suchen.

    Denn in der Regel haben sie ein breites Spektrum an Erfahrungen und Kenntnissen und finden sich sehr schnell in neuen Situationen zurecht, was ich sehr gut finde.

    Die Freiberufler bei uns haben in etwa die gleichen Freiräume, wie Festangestellte und haben auch die gleichen Projektleiter, sodass ich kein Problem darin sehe, das die Freiheiten durch eine Festanstellung kleiner würden.

    Ich kenne reichlich Beispiele, bei denen der Wechsel vom Freiberufler zum Festangestellten bei uns gelungen ist.

    Ich würde sehr gerne mit Ihnen oder den Blog-Lesern dazu ins Gespräch kommen.

    Viele Grüße

    Andreas Schwarz

    (Abteilungsleiter IT-Anwendungsmanagement R+V-Versicherung, Wiesbaden)

    • Svenja Hofert 23. Juni 2015 at 09:06 - Antwort

      Hallo Herr Schwarz, danke für das Statement – gute Werbung für Sie 🙂 Ja, im freiberuflichen Bereich ist es in der Tat etwas anderes, vor allem in der IT. Da ist die breite Erfahrung in der Tat ein Vorteil. Aber war jemand mal Geschäftsführer von 25 Mitarbeitern sieht es anders aus. herzliche Grüße Svenja Hofert

  17. Patrick B. 30. Oktober 2015 at 13:42 - Antwort

    Hallo Frau Hofert,

    gut geschriebener Artikel, aber an vielen Stellen doch sehr einseitig. Meine Wenigkeit zum Beispiel ist seit 20 Jahren selbständig tätig und ich arbeitete mich vom kleinen Heizungsbauer zum geschäftsführenden Gesellschafter von inzwischen 5 Kapitalgesellschaften hoch. Darunter fallen Unternehmensbereiche wie die Informationstechnik und auch Immobilienmanagement. Es fehlt weder an Kenntnissen in den Bereichen Verwaltung, Organisation noch an Buchführung, Programmierung oder Administration von größeren Netzwerkkomponenten. Vor kurzem holte ich über die Abendschule – getrieben aus Langeweile – meinem Meistertitel in meinem Handwerk nach.

    Nicht immer ist die Motivation, um aus der Selbständigkeit rauszukommen derjenige, dass die Geschäfte schlechtlaufen. Sondern eher derjenige Grund, dass man eine Veränderung möchte. Ein Angestellter kann, wenn er morgens mit Bauchweh zur Arbeit geht sich ein anderes Unternehmen aussuchen und dort „neuen“ Fuß fassen und ggf. frischen Wind in sein Berufsleben bringen. In der Selbständigkeit gelingt das eher nicht! Ich könnte nun vermutlich noch ein Unternehmen gründen, aber irgendwann ist man natürlich auch ausgelastet und somit gibt es keine beruflichen Perspektiven und Veränderungen mehr.

    Oftmals ändern sich auch grundlegende Dinge wie Angestellte, Debitoren- oder Kreditorengesinnung, als auch andere Geschäftsgebaren. Sprich – so toll wie es früher war, ist es vielleicht nicht mehr und man möchte einfach aus der Selbständigkeit raus, um etwas anderes erleben.

    Firmen zu verkaufen oder eine Nachfolge zu finden ist nicht so einfach, wie manche das vielleicht im Film und/oder Fernsehen gesehen haben. Manche warten Jahrezehnte auf entsprechende Kaufofferten und merken recht schnell, dass es eigentlich keinen Wirklich ausweg gibt.

    Nicht immer bedeutet, sofern ein ehermaliger Selbständiger einen Job sucht, dass sein Unternehmen pleite ist, er keine Fähigkeiten mitbringt oder sogar ein Klotz am Bein der potentiellen Firma wäre (wie das weiter oben jemand beschrieben hatte). Ganz im Gegenteil: Erfahrungen aus dem Bereich der Selbständigkeit sind nahezu Gold wert und könnten sicherlich das ein oder andere Unternehmen wirkungsvoll bereichern.

    Viele Grüße
    Patrick

  18. Brigitte Gruf 21. Juni 2016 at 12:04 - Antwort

    Nach 20 Jahren Selbständigkeit in der Pflege (mit ambulanten Pflegedienst), dann Schließung des Betriebes, vorrangig wegen Fachkräftemangel und weiterhin etwas mehr als einem Jahr komplette Pause, habe ich die Suche nach einem Angestelltenverhältnis begonnen. Vielfach bekomme ich gar keine Antwort. Und ermutigend finde ich das, was ich hier lese auch nicht. Tipps für die „richtige“ Vorgehensweise würde ich erheblich besser finden. Ich mache mir um meine berufliche Zukunft Sorgen. Aufgrund meiner Erfahrungen habe ich sehr viel Potential, wie verkaufe ich das am besten in der richtigen Kombination der „Anpassungsfähigkeit“?

  19. Ella K. 18. November 2016 at 17:38 - Antwort

    Ich lese hier nur jede Menge Vorurteile. Ich war 6 Jahre lang freiberuflich tätig und hatte überhaupt keine Probleme in eine Festanstellung zu kommen. Im Gegenteil: Ehemalige Freiberufler arbeiten viel selbstständiger, zeigen Eigeninitiative, haben ein sehr gutes Zeitmanagement, wissen, wie man sich organisiert. Denen muss man nicht fünfmal hinterherrennen „ist das schon gemacht?“, „wie weit bist du denn?“. Im Gegensatz zum schon-ewig-Angestellten wird nicht einfach pünktlich um 17 Uhr der Stift weggeschmissen, es wird ergebnisorientiert gearbeitet. Der einzige Punkt, in dem ich der Autorin zustimme, ist das Problem mit dem sich-unterordnen. Obwohl das kein Problem werden muss, wenn die Firma seinen Mitarbeitern genug Freiräume und Flexibilität bietet. Dass Menschen, die eigenständig arbeiten, Mühe mit dem altbackenen 9 to 5 feste-Arbeitszeiten-Modell haben, ist doch klar. Aber glücklicherweise handelt es sich hier um ein Auslaufmodell des letzten Jahrhunderts.

  20. Jürgen H. 26. Juni 2017 at 11:00 - Antwort

    Seit über 17 Jahren betreibe ich erfolgreich ein Sport-und Gesundheitsstudio. Die Zahlen stimmen und ich könnte „eigentlich“ zufrieden sein. Das Problem, wir ( mein Kollege und ich ) können nicht expandieren, die baulichen Erweiterungsmöglichkeiten sind leider nicht möglich. Wir arbeiten ausschließlich nur mit Aushilfen, die wir für die Zeit einsetzen, wo jeder von uns mal Urlaub macht.
    Ich bin nun über 50, noch recht fit, fast nie krank und doch hege ich den Gedanken zu wechseln. Ich habe das Gefühl noch etwas mehr tun zu können, als den Betrieb, der mit sehr viel Routine „läuft“, aufrecht zu erhalten.
    Eine weitere Selbständigkeit kommt für mich jedoch nicht mehr in Frage.
    Ich denke mit meiner Erfahrung bringe ich eine Menge an Potential mit, die über die Fachkenntnisse als Sportlehrer/Sporttherapeut hinausgeht.

    Die Gründe/Motivation von der Selbständigkeit in eine Festanstellung zu wechseln sind so individuell, dass ich mir von einem Bewerbungsgespräch genau dies wünsche würde!

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