Begibt man sich in Kriegsgebiet oder lockere Kaffeehausatmosphäre? Wird in dieser Firma zusammen oder gegeneinander gearbeitet? Steht Struktur im Vordergrund oder informelle Macht? Geht es um Leistung oder um Kreativität? Ein Blick in die Büroräume sagt mehr als 1.000 Worte. Ich habe hier einmal die wichtigsten Büroordnungen aufgezeichnet und nach Spiral Dynamics geordnet.

rotIn einem roten Unternehmen sind informelle Regeln wichtiger als formelle. Jedes Wort hat einen Subtext. Macht setzt sich durch, Berlusconi lässt grüßen. Viele Konzerne sind immer noch teilweise rot. In solchen Unternehmen setzt sich durch, wer den GRÖSSTEN… Schreibtisch hat.

 

blauDas Rote wird irgendwann gezähmt vom Blauen, immer. Mit Blau zieht Ordnung ein und mit den Regeln kommt Gerechtigkeit. Das Rote muss sich warm anziehen. Chef wird, wer am LÄNGSTEN dabei ist.

 

 

orangeDas Orange besiegt früher oder später das starre Blaue durch Leistungsorientierung. Ziele ziehen ein, Erfolg, Statussymbole. Chef wird, wer die meisten Mäuse fürs Unternehmen fängt, z.B. als „Verkäufer des Monats“.

 

 

interparesLeistung wird irgendwann uncool, Herr Maschmeyer. Dann kommt das Grüne und bändigt Orange. Wir sind ein Team, gehören zusammen, WIR sind WER. Der Chef ist immer  ein PRIMUS inter pares und selbstverständlich im selben Raum wie alle. Hier fühlt man sich wohl und bei Kununu gibt es einen Bonuspunkt für Atmosphäre.

spiralNein, so kollektiv sind wir dann auch wieder nicht. Co-Working ist was für die Pippi Langstrumpfs des Internetzeitaltes – es macht, was ihm gefällt und kombiniert Villas kunterbunt. Spiraldynamisch ist man hier das erste Mal im Second Tier und wirft alles in eine Waagschale: Kooperation (grün) mit Individualismus (gelb), Zusammenarbeit mit Alleinsein. Und geht mit seiner Geschäftsidee gleich schon ein bisschen weiter, social nämlich (Türkis).

© Bilder und Text: Svenja Hofert

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