Kolumnen zu Karriere, Führung und Entwicklung

Master of Demenz & Co. – Studieren für 4 Megatrends der Zukunft

Von | 2014-06-14T10:30:11+00:00 13. Juni 2014|

Werden wir in Zukunft weiter Ökonomen, Psychologen, Informatiker, Juristen und Ingenieure brauchen – oder macht es Sinn auf neue Themen zu setzen und diese früh zu besetzen? Vorsicht: Im Bachelor halte ich eine zu frühe Spezialisierung für schwierig, soll das Studium doch eher das Fundament bauen und nicht gleich das Dach liefern. Im Master jedoch kann das Pokern auf die Zukunft zum Gewinn führen. Ich habe mir Studiengänge für Trendthemen angesehen und mal geschaut, ob in diesen Feldern bereits gesucht wird und was es an neuen Angeboten gibt. Außerdem habe ich, soweit vorhanden, Alternativen im Ausbildungsbereich genannt – für den leichteren Jobeinstieg.

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1. Trend Urbanisierung

Die Städte werden immer dichter besiedelt sein, sie sind Knotenpunkte und kulturelle, ökonomische und kreativen Zentren. Da braucht es Menschen, die sich um die damit verbundenen Themen kümmern, etwas Stadtplanung und Mobilität. Hier gibt es mehrere Studiengänge, die zu Spezialisten ausbilden, etwa Elektromobilität, Verkehrsplanung und Verkehrstechnik. Diese Studiengänge sind im Bereich Ingenieurswesen angesiedelt, reichen aber auch in den gesellschafts- und sozialwissenschaftlichen Bereich. Und siehe da: Unter dem Stichwort Mobilität finden sich bereits 238 Jobs bei Kimeta, darunter Konstrukteure und einige PR-Berater. Ausbildung: Fachkraft für Sund Verkehrstechnik.

2. Trend Neo-Ökologie

Nachhaltigkeit ist schon länger ein Thema, der Bereich Corporate Social Responsibility nicht neu. Allerdings finden sich erst langsam seniorigere Stellen. Dies ist ein typisches Problem bei neuen Themen: sie entwickeln sich zunächst an Unis, dann in Unternehmensberatungen und schließlich langsam über Praktika in Unternehmen. Die ersten Stellen sind Einstiegspositionen, es gibt wenig Aufstiegsjobs. Das sollte man grundsätzlich bei neuen Themen bedenken – es kann eine Durststrecke geben. Wie eingangs beschrieben, würde ich ein Nachhaltigkeits-/Sustainability-Studium eher im Master anraten. Es sattelt zum Beispiel auf Umwelttechnik oder Forstwirtschaft auf. Rund 3.000 Stellen für Nachhaltigkeit habe ich gefunden, aber: viele wissenschaftliche Mitarbeiten und immer noch viele Praktika. Alternative Lehre: Umweltschutztechnischer Assistent.

3. Trend Silver Society

Wir werden alle älter, nur zu welchen Jobs das führt, ist unklar: Denn irgendjemand muss die Menschen ja bezahlen, die sich um die vielen Alten kümmern. Klar ist aber, dass der Trend stärkere Spezialisierung im medizinischen und therapeutischen Bereich fordert. Das führt zu einer fortschreitenden Spezialisierung von Pflegekräften, Ärzten, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten. Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind hier bereits jetzt sehr gut, so gibt es einen Master of Art für Demenz an der Uni Witten-Herdecke. Auch die Medizintechnik in diesem Bereich wird sich weiter entwickeln – als Studiengang ist diese schon länger etabliert. Rund 12.000 Stellen mit dem Stichwort Medizintechnik sind keine schlechte Basis. Alternative: Ausbildung im Gesundheitswesen und duales Studium. Gerade hier ist „dual“ empfehlenswert, da aufgrund der Dichte des nötigen Fachwissens, die Akademisierung wirklich sinnvoll ist.

4. Trend neues Lernen

Lebenslang lernen – hier stehen wir erst am Anfang. Es werden sich immer neue Formate entwickeln und die derzeitige Einwegkommunikation über Webinare und Videos wird zum Dialog werden. es könnte also Sinn machen auf diesen Trend zu sehen. Gute Basisstudiengänge sind hier Psychologie, Wirtschaftspsychologie oder Bildungswissenschaften. Aber auch mit Informatik einzusteigen kann ein kluger Schachzug sein. Später geht es dann spezialisiert weiter – etwa mit einem Master of Distance Education von der Uni Oldenburg. Immerhin: 2200 Stellen für E-Learning – das ist durchaus ein Thema.

Hierzu passt unser Kexpa-Kurs „Dein Studien- oder Ausbildungsziel finden“ und unser PersAssment-Workshop mit Maja Skubella.

Ungefähr 35,4 Bücher geschrieben, einige Bestseller und Standardwerke, 5002 Kunden ist untertrieben, ein halbes Leben Coaching Beratung, Ausbildung nicht. Viele Menschen weitergebracht, Neues entwickelt. Analytisch, äußerst intuitiv, hohe Komplexitätsakzeptanz; bei aller Menschenliebe mit Blick fürs Unternehmerische, für Talente, Visionen, Strategien. Einige nennen mich visionär, querdenkerisch, andere pragmatisch und bodenständig. Am Ende gilt beides? Biografie | Unternehmen

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